|  
Wirtschaft» weitere Meldungen

Neue Eigentümer für insolvente Recylex-Töchter HMG und Norzinco


Belgisch-mexikanisches Joint Venture und
Bettels-Gruppe übernehmen Harz-Metall.
12.10.2020 − 

Rund fünf Monate nach ihrer Insolvenz konnten für die beiden zur französischen Recylex-Gruppe gehörenden Tochtergesellschaften Harz-Metall GmbH (HMG) und Norzinco GmbH neue Eigentümer gefunden werden. Bei der HMG wurde dabei das Zink- und Bleirecyclinggeschäft getrennt. Käufer sind ein belgisch-mexikanisches Joint Venture sowie die Hildesheimer Bettels-Unternehmensgruppe. Der Geschäftsbetrieb des Zinkoxid-Herstellers Norzinco ist künftig unter österreichischer Führung.

Mitte Mai beantragte die Recylex-Gruppe für Harz-Metall, ebenso wie für ihre anderen deutschen Tochtergesellschaften Weser-Metall (WMG), Norzinco und PPM Pure Metals, Schutzschirmverfahren. Für zwei der vier Firmen konnte die Fortführung des Geschäftsbetriebs nun unter neuen Eigentümern sichergestellt werden.

Wie das den Verkaufsprozess der HMG beratende Unternehmen Imap mitteilt, wurde die Zink-Recyclingsparte von Harz-Metall durch ein Joint Venture bestehend aus dem belgischen NE-Metallhändler Jean Goldschmidt International (JGI) und dem mexikanischen Zink-Recycler Zinc Nacional (ZN) übernommen.

Kedenburg-Mutterkonzern Bettels übernimmt Bleirecycling-Sparte

Im Zuge einer zweiten Transaktion geht die Bleirecycling-Sparte sowie der Industriepark der HMG an die Bettels-Gruppe, die über ihre Tochter Umweltdienste Kedenburg bereits im Geschäftsfeld Entsorgung/Rohstoffe tätig ist. Laut Geschäftsführer Knut Bettels bieten Harz-Metall und der Industriepark Oker ein großes Entwicklungspotenzial. „Wir freuen uns darauf, dieses gemeinsam mit unseren bestehenden und neuen Mitarbeitern zu heben.“

Ebenfalls erfolgreich abgeschlossen werden konnte das Schutzschirmverfahren für die Norzinco GmbH. Das Goslarer Unternehmen, das laut Recylex zu den führenden europäischen Herstellern von Zinkoxid und Zinkstaub zählt, wurde mit Eröffnung des Insolvenzverfahrens am 1. Oktober im Wege einer übertragenden Sanierung veräußert und wird nunmehr von einem Konsortium unter Führung der österreichischen IMR-Gruppe fortgeführt. Das gab die Wirtschaftskanzlei FPS bekannt. Wie bei Harz-Metall konnte den Angaben zufolge auch bei Norzinco ein „wesentlicher Anteil“ der Arbeitsplätze erhalten werden.

Den ausführlichen Bericht lesen Sie diese Woche in EUWID Recycling und Entsorgung 42/2020. Für Kunden unserer Premium-Angebote steht die Ausgabe bereits ab Dienstag, 14 Uhr, als E-Paper zur Verfügung:

E-Paper - EUWID Recycling und Entsorgung

Diesem Artikel zugeordnete Schlagworte:

zurück − Knettenbrech sammelt Gelbe Säcke in Mainz

BEHG beschlossen: CO2-Preis für Müllverbrennung weiter offen  − vor