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Remondis-Tochter Mebra: Tarifstreit mit Verdi spitzt sich zu


Mit einem ganztägigen Warnstreik wollten die Mebra-
Beschäftigten ihren Lohnforderungen Nachdruck verleihen.
09.09.2020 − 

Die Tarifstreitigkeiten zwischen der Gewerkschaft Verdi und der Märkischen Entsorgungsgesellschaft Brandenburg (Mebra) gehen weiter. Am 28. August streikten die Beschäftigten, um ihren Forderungen nach gerechten Löhnen Nachdruck zu verleihen. Bei den vorherigen Tarifverhandlungen kam es zu keiner Annäherung.

Ein neuer Termin sei für Ende September vorgesehen, teilte eine Sprecherin der Gewerkschaft gegenüber EUWID mit. Vorerst seien die Verantwortlichen der Mebra allerdings im Urlaub. Die Möglichkeit zu weiteren Warnstreiks schloss Verdi nicht aus. Es liege an der Mebra den Willen für ernsthafte Tarifverhandlungen zu zeigen, so die Gewerkschaft.

Laut Verdi sei das Angebot des Entsorgers finanziell zu schlecht und die Laufzeit mit 39 Monaten zu lang. Stattdessen sollten die Tarifparteien nach 24 Monaten neu verhandeln.

Mebra weist Forderungen als wirtschaftlich nicht umsetzbar zurück

Die Forderungen der Gewerkschaft weist Mebra als „vor den wirtschaftlichen Hintergründen des Unternehmens und speziell vor den noch lange nicht abschätzbaren ökonomischen Auswirkungen der Coronakrise“ als nicht umsetzbar zurück. Den Warnstreik sieht der Entsorger zudem als „medienwirksame Erzwingungsmaßnahme“ im Kontext zu den in Potsdam begonnenen Verhandlungen zum Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst.

Mebra ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Stadt Brandenburg an der Havel, die mit 51 Prozent die Mehrheit der Anteile hält. Mit 48 Prozent ist Remondis der zweite große Gesellschafter des Entsorgers, das übrige Prozent hält der Landkreis Potsdam-Mittelmark.

Den ausführlichen Artikel zum Tarifstreit zwischen Verdi und der Remondis-Tochter Mebra lesen Sie in EUWID Recycling und Entsorgung 37/2020. Für Kunden unseres Premium-Angebots steht die aktuelle Ausgabe bereits als E-Paper zur Verfügung:

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