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MVV plant neue Klärschlamm-Monoverbrennungsanlage in Gersthofen


MVV will im Industriepark Gersthofen eine neue
Klärschlamm-Monoverbrennungsanlage errichten.
09.10.2019 − 

Es gibt Pläne für eine neue Klärschlamm-Monoverbrennungsanlage im Landkreis Augsburg. Wie der Mannheimer Energieversorger MVV mitteilt, will das Unternehmen im Industriepark Gersthofen für mehr als 30 Mio € eine Anlage zur thermischen Verwertung von jährlich rund 85.000 Tonnen entwässertem Klärschlamm mit anschließender Phosphor-Rückgewinnung errichten. Das Genehmigungsverfahren soll noch in diesem Jahr beginnen, die Inbetriebnahme ist für 2023 vorgesehen.

Die neue Anlage soll neben dem bestehenden MVV-Ersatzbrennstoffkraftwerk errichtet werden. MVV verspricht sich davon vielfältige Synergieeffekte, beispielsweise durch die vorhandene Infrastruktur, die moderne Leitwarte oder das erfahrene Personal. Ferner soll die bei der thermischen Verwertung anfallende Überschussenergie in das Wärmenetz des Industrieparks eingespeist werden. Den Anlagenbetrieb soll wie beim EBS-Kraftwerk die Konzerntochter MVV Industriepark Gersthofen GmbH übernehmen.

Wie es heißt, soll die Klärschlamm-Verbrennungsanlage in erster Linie der Entsorgung von Klärschlämmen kommunaler Kläranlagen aus der Region dienen. Mit ihrer auf 85.000 Tonnen entwässerten Klärschlamm ausgelegten Kapazität biete sie den Betreibern der kommunalen Anlagen eine dauerhafte Entsorgungssicherheit, so MVV.

Mit einer ersten Vorstellung des Projekts bei der zuständigen Behörde, der Regierung von Schwaben, Anfang Oktober wurde das Genehmigungsverfahren laut MVV bereits begonnen. Die endgültige Entscheidung zur Realisierung des Projekts soll dann im Sommer 2020 fallen. Bei Zustimmung aller Gremien der MVV könnte die Anlage Anfang 2023 ihren Betrieb aufnehmen.

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