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MVV mit positivem ersten Halbjahr

Die Geschäfte laufen derzeit gut bei der MVV in Mannheim.
MVV in Mannheim (Foto: EUWID)
15.05.2018 − 

Die Geschäftszahlen des Mannheimer Energieversorgers MVV haben sich im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres positiv entwickelt. Die Umsatzerlöse entwickelten sich vom 1. Oktober bis 31. März mit 2,14 Mrd € gegenüber dem Vorjahreszeitraum zwar leicht rückläufig, als das Unternehmen. Dafür stieg das bereinigte EBIT um fünf Prozent von 212 Mio € auf 223 Mio €.

Das bereinigte EBITDA verbesserte sich sogar um zwölf Prozent von 300 Mio € auf 335 Mio €. Bei den bereinigten Ergebniszahlen rechnet die MVV unter anderem nicht-operative Bewertungseffekte aus Finanzderivaten aus den Ergebnissen heraus. Der bereinigte Periodenüberschuss nach Fremdanteilen stieg auf 119 Mio €. Das entspricht einem Plus von fünf Prozent.

Investitionen in Erneuerbare und KWK

Die Mannheimer investieren deutlich, insbesondere in erneuerbare Energien sowie Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) und Fernwärme. Im ersten Halbjahr 2018 hat MVV 155 Mio € investiert. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum, als der Mannheimer Energiekonzern 88 Mio € investiert hatte, stiegen die Erlöse damit um 76 Prozent.

Das Unternehmen richte sich auf das Energiesystem der Zukunft aus, heißt es in der Mitteilung zu den Halbjahreszahlen. „In den kommenden Jahren werden wir die Energiewende weiter vorantreiben“, sagte MVV-Chef Georg Müller. Für das laufende Geschäftsjahr 2017/2018 geht MVV von Gesamtinvestitionen in Höhe von rund 300 Mio € aus, die in Wachstum sowie in die Modernisierung und Instandhaltung der eigenen Anlagen und Netze investiert werden sollen.

Weiterentwicklung des KWK-Gesetzes

Von der Politik erwartet MVV konkrete Entscheidungen und Gesetze, um sowohl die erneuerbaren Energien als auch die KWK beschleunigt auszubauen. „Mit dem Bekenntnis der Koalitionspartner zu den Klimazielen 2030 und 2050 sowie zum beschleunigten Ausbau der erneuerbaren Energien und der Kraft-Wärme-Kopplung hat die Bundesregierung positive Signale für den weiteren Umbau des Energiesystems gesetzt“, sagte Müller.

Nun müsse es konkret werden, wobei sich Müller bei der Vorlage der Ergebniszahlen unter anderem für die Weiterentwicklung des Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetzes ausgesprochen hatte. Eine Weiterentwicklung des KWK-Gesetzes sei erforderlich, um KWK-Anlagen und Fernwärmeinfrastruktur ausbauen und effizienter machen zu können so MVV.

Für das gesamte Geschäftsjahr 2018 bekräftigte das Unternehmen nach Ablauf der ersten sechs Monate seinen positiven Ausblick. Danach ist MVV zuversichtlich, aus operativer Sicht ein bereinigtes EBIT leicht über dem Vorjahr zu erreichen. Bei den Umsatzerlösen erwartet MVV, angesichts des bisherigen Geschäftsverlaufs mit gesunkenen Energiehandelsmengen 2018 mit rund 4 Mrd Euro in etwa auf dem Niveau des Vorjahres zu liegen.

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