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MVA-Anlagenbau: HZI übernimmt Konkurrent SBE


Aus der HZI-Referenzliste: Die 2015 in Betrieb
gegangene Müllverbrennungsanlage Luzern.
08.12.2021 − 

Der schweizerisch-japanische Anlagenbauer Hitachi Zosen Inova (HZI) baut seine Spitzenstellung auf dem Markt für Abfallverbrennungstechnik weiter aus. Wie das Züricher Unternehmen mitteilt, übernimmt HZI den deutschen Konkurrenten Steinmüller Babcock Environment (SBE). Die Vertragsunterzeichnung soll morgen erfolgen, das Vorhaben steht aber noch unter dem Vorbehalt der Freigaben der zuständigen Stellen.

Die in Gummersbach ansässige SBE GmbH ist eine Tochterfirma des japanischen Unternehmens Nippon Steel Engineering, das wiederum zum Stahlkonzern Nippon Steel gehört. Laut HZI zählt SBE zu den führenden Anbietern von EfW- und Abgasreinigungstechnologien. Mit der Akquisition erweitere die HZI-Gruppe ihre Präsenz in Europa und vertiefe ihr Dienstleistungsangebot im Bereich Energy-from-Waste (EfW). Das Closing wird im Februar 2022 erwartet. Dann werden die Marke, das Know-how und die Belegschaft des Unternehmens offiziell zur HZI-Gruppe gehören, heißt es in einer Pressemitteilung.

HZI: Breiteres Leistungsangebot für Kunden weltweit

„Wir sind hocherfreut, das Team von Steinmüller Babcock Environment bei uns willkommen heißen zu dürfen“, erklärt HZI-CEO Bruno-Frédéric Baudouin. „Gemeinsam mit SBE wird die HZI-Gruppe ihre Angebotsmöglichkeiten nicht nur im zentral- und nordeuropäischen Markt ausbauen können, sondern auch unseren Kunden auf der ganzen Welt ein breiteres Leistungsangebot rund um ihre EfW-Anlagen bieten können. Gemeinsam stellen wir rund 40 Prozent der Bestandsanlagen in Europa und können HZI mittelfristig so in eine einzigartige Position bringen, um allen Betreibern von EfW-Anlagen beträchtliche Vorteile zu bieten.“

Durch die Übernahme festigt HZI seine Spitzenstellung auf dem EfW-Anlagenmarkt. Laut einer jährlich von der Schweizer Unternehmensberatung A. Vaccani & Partners durchgeführten Erhebung, basieren knapp 29 Prozent der zwischen 2018 und 2020 weltweit vergebenen Aufträge für neue Abfallverbrennungskapazitäten auf Verbrennungstechnologie von HZI bzw. des japanischen Mutterkonzerns Hitachi Zosen Corporation (HZC). Der Marktanteil von SBE bzw. Nippon Steel wurde von Vaccani für den Untersuchungszeitraum auf 1,8 Prozent bestimmt.

SBE seit vier Jahren tief in den roten Zahlen

Wirtschaftlich lief es für SBE in den letzten Jahren nicht gut. Gemäß den letzten beiden im Bundesanzeiger veröffentlichten Jahresberichten verbuchte SBE 2017 und 2018 Fehlbeträge von 11,1 bzw. 9,9 Mio €. 2019 und 2020 rutschte das Unternehmen laut HZC dann noch tiefer in die roten Zahlen. Den Angaben zufolge erwirtschafte SBE 2019 bei Umsätzen von 158 Mio € einen Verlust von 30,4 Mio €. 2020 brachen die Erlöse auf 86 Mio € ein, während sich der Fehlbetrag auf 39,0 Mio € vergrößerte.

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