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Mengenmeldung der Dualen Systeme noch schlechter als erwartet


LVP-Anlieferung (Quelle: DSD)
28.01.2014 − 

Die Ergebnisse der Planmengenrechnung der Clearingstelle der dualen Systeme gleichen einer Katastrophe. Der Mengenschwund im 1. Quartal 2014 ist noch größer als vor Wochen befürchtet. Stand Montag hatten die Systeme zusammen 205.600 Tonnen an Leichtverpackungen (LVP) für das 1. Quartal gemeldet – ein Minus von 24,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal und wie erwartet weniger als noch in der Prognoserechnung.

Auf das Gesamtjahr gesehen sinkt damit die Gesamtmenge an LVP auf circa 820.000 Tonnen pro Jahr. Dies stellt gegenüber dem Vorjahr einen Verlust von fast 200.000 Tonnen dar. Grob geschätzt fehlen den Systemen dadurch 130 Mio € an Lizenzeinnahmen. „Unfassbar“, meinten am Montag Beteiligte zu diesen Zahlen.

Der Negativtrend setzte sich auch bei Verpackungen aus Papier, Pappe und Karton (PPK) sowie Glas fort. Bei PPK betrug das Minus fast 28 Prozent, bei Glas waren es knapp 13 Prozent.

Munteres Wachstum verzeichnete hingegen die von vielen Seiten als Betrug kritisierte Eigenrücknahme: 59.100 Tonnen LVP sind im 1. Quartal 2014 als Eigenrücknahme gemeldet worden. Das bedeutet ein Plus von unglaublichen 166 Prozent gegenüber dem 1. Quartal des Vorjahres.

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