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LyondellBasell baut Pilotanlage für chemisches Recycling


Die beim chemischen Recycling gewonnenen Ausgangsstoffe
sollen auch für Verpackungen zur Gesundheitspflege
eingesetzt werden.
17.10.2019 − 

Der Kunststofferzeuger LyondellBasell wird in Italien eine kleine Anlage für das chemische Recycling von schwer verwertbaren Kunststoffstabfällen aus Haushalten bauen. Nach Angaben des Konzerns soll die Pilotanlage am Standort Ferrara errichtet werden, um die kommerzielle Nutzung des Verfahrens „MoReTec“ voranzutreiben.

Bei der molekularen Recycling-Technolgie arbeitet der Kunststofferzeuger mit dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) zusammen. Dabei kommt im Pyrolyseprozess ein spezieller Katalysator zum Einsatz. „Wir haben unsere Kapazitäten für chemisches Recycling in den letzten 15 Monaten weiterentwickelt und testen eine Reihe von Katalysatoroptionen", erklärt Jim Seward, der bei LyondellBasell für die Forschung zuständig ist.

Die MoReTec-Technologie soll schwer recycelbare Kunststoffabfälle wie beispielsweise Mehrschichtfolien in ihre Ausgangsbestandteile umwandeln, damit diese wieder für neue Produkte – auch für den Kontakt mit Lebensmitteln und Produkte zur Gesundheitspflege – verwendet werden können.

LyondellBasell sieht in der Kombination von Pyrolyse und Katalysatoren ein erhebliches Potenzial, weil dieser Ansatz weniger Energie verbrauche und für einen schnelleren chemischen Umwandlungsprozess sorge.

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