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Lizenzmengen der Dualen Systeme bleiben in diesem Jahr unter den Erwartungen


Relevante Zuwächse der Lizenzmengen gab
es bisher nur bei PPK-Verpackungen.
01.10.2019 − 

Auf die Betreiber der dualen Systeme kommen gewaltige Kostensteigerungen hinzu. Sie müssen im nächsten Jahr deutlich mehr für die Sammlung, Sortierung und Verwertung von Leichtverpackungen bezahlen. Hinzu kommt bei Verpackungen aus Papier, Pappe und Karton (PPK) mindestens eine Verdopplung der Kosten für die Mitbenutzung des kommunalen Sammelsystems. Ein weiterer Kostentreiber stellen die deutlich höheren Sicherheitsleistungen dar, die Bundesländer inzwischen von den Systembetreibern fordern.

Die Hoffnungen, durch das Verpackungsgesetz mehr bezahlte Verpackungsmengen in das Duale Systeme zu bekommen haben sich bislang nur bedingt erfüllt. Die logische Konsequenz müssten deutlich höhere Lizenzentgelte sein. In ersten Angeboten, die derzeit in Verhandlungen mit Handel und Industrie für 2020 gelegt werden, zeichnet sich dies bereits ab. Für Kunststoffe werden für größere Mengen bereits Preise um 650 bis 670 € pro Tonne aufgerufen – ein Plus von 120 bis 140 €.

Wie Gunda Rachut, Chefin der Zentralen Stelle Verpackungsregister, vorige Woche beim Würzburger Verpackungsforum erklärte, sei das Verpackungsgesetz kein Selbstläufer: „Die Systembeteiligung ist noch unbefriedigend.“ Inzwischen lizenzieren zwar 175.000 Unternehmen ihre Verpackungsmengen bei den dualen Systemen, was fast eine Verdreifachung gegenüber 2018 bedeutet. Doch zweistellige Prozentzuwächse bei den Mengen werden nur für PPK-Verpackungen registriert. Diesen Trend belegen die EUWID vorliegenden aktuellen Zahlen für das vierte Quartal 2019.

Den ausführlichen Artikel sowie eine Übersicht der aktuellen Planmengen-Anteile der Dualen Systeme finden Sie in EUWID Recycling und Entsorgung 40/2019. Für Kunden unserer Premium-Angebote steht der Text bereits in unserem E-Paper zur Verfügung:

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