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Lidl wechselt offenbar das Duale System


Bildquelle: Harald Heinritz (abfallbild.de)
05.12.2017 − 

Im Kampf um Lizenzmengenanteile bei der Verpackungsentsorgung zeichnen sich für das nächste Jahr deutliche Verschiebungen bei den dualen Systemen ab. Der Marktführer DSD dürfte Branchenkreisen zufolge seinen größten Einzelkunden verlieren. Der Neckarsulmer Discounter Lidl werde seine Verpackungen im kommenden Jahr bei einem anderen dualen System unter Vertrag geben, hieß es. Lidl steht schätzungsweise alleine bei Leichtverpackungen für eine Lizenzmenge von jährlich 140.000 bis 150.000 Tonnen, was etwa acht bis neun Prozent des Gesamtmarktes entspricht.

Wer künftig Dienstleister für den Discounter sein wird, ist derzeit allerdings noch unklar. Mehrere Systembetreiber versicherten, dass sie den Auftrag nicht gewonnen hätten. Lidl wollte sich auf Anfrage zu dem Thema nicht äußern. DSD hat bis auf eine Ausnahme immer den Auftrag von Lidl gehalten. Im Jahr 2010 war der Discounter bis Ende September 2011 von DSD zur Alba-Tochter Interseroh gewechselt.

Mehrere Beobachter gehen inzwischen davon aus, dass Interseroh für das nächste Jahr wieder den Großauftrag von Lidl erhält. Die Alba-Tochter wollte sich zu solchen „Spekulationen" aber nicht äußern. In der Branche wird zudem darüber spekuliert, ob die Lidl-Schwester Kaufland, deren Ausschreibung etwas später gestartet war, ebenfalls den Systembetreiber wechselt.

Den vollständigen Bericht über die laufende Vertriebsphase der Dualen Systeme lesen Sie in EUWID Recycling und Entsorgung 49/2017. Für Kunden unserer Premium-Angebote steht der Text bereits im E-Paper zur Verfügung:

Duale Systeme: Discounter Lidl wechselt im nächsten Jahr wohl den Systembetreiber

 

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