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Peter Kurth: „Höhere Recyclingquoten gehen nur mit den Produzenten“


„Wer Stoffkreisläufe wirklich schließen will,
muss die Produzenten in die Verantwortung
nehmen.“ (Bild: BDE)
04.12.2019 − 

Die Kreislaufwirtschaft in Deutschland steht aktuell sowohl großen Chancen als auch erheblichen Herausforderungen in verschiedenen Bereichen gegenüber. Im Gespräch mit EUWID zeigt BDE-Präsident Peter Kurth Handlungsoptionen für die Branche auf und mahnt Gesetzesänderungen sowie eine stärkere Unterstützung der Politik an. Gleichzeitig blickt er nach zehn Jahren an der Spitze des BDE auf die Entwicklung des Verbands zurück.

Herr Kurth, aktuell stehen fast alle Stoffströme in der Kreislaufwirtschaft aufgrund niedriger Preise unter starkem wirtschaftlichem Druck. Dies gilt für Metalle, Altpapier und Kunststoffe bis hin zu Elektroschrott und Alttextilien. Wo liegen denn aus Sicht des BDE die größten Probleme und welche Handlungsoptionen sehen Sie für Ihre Mitgliedsunternehmen?

Rohstoffmärkte sind volatil, das gilt für Primärrohstoffe wie für Recyclingrohstoffe. Diese stehen außerdem im Wettbewerb mit den Primärmaterialien, je preiswerter die Primärrohstoffe sind, desto schwieriger wird der Absatz für Rezyklate. Dies liegt auch daran, dass die mit der Erzeugung von Primärrohstoffen einhergehenden Umweltbelastungen nicht ausreichend eingepreist sind.

Wer nun Stoffkreisläufe wirklich schließen will, muss die Produzenten in die Verantwortung nehmen, denn sie entscheiden über die Materialauswahl für ihr Produkt. Die Nachfrage nach Rezyklaten anzuregen und zu stabilisieren, wird nicht ohne geeignete Instrumente erfolgreich sein. Das Bemühen um Qualität gilt dabei für alle Beteiligten in der Kreislaufwirtschaft.

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Das vollständige Interview mit Peter Kurth lesen Sie in EUWID Recycling und Entsorgung 49/2019. Für Kunden unserer Premium-Angebote steht das Interview in unserem E-Paper zur Verfügung:

E-Paper - EUWID Recycling und Entsorgung

 

 

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