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Kunststoffrecycling: Audi und KIT testen Pyrolyse


Audi sieht im chemischen Recycling großes Potenzial.
24.11.2020 − 

Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und Audi arbeiten in einem Pilotprojekt an einer Methode für chemisches Recycling von automobilen Kunststoffen. „Automobile Kunststoffe zu recyceln, ist bisher für viele Bauteile nicht möglich, deshalb leisten wir hier mit Audi Pionierarbeit“, sagt Professor Dieter Stapf, Leiter des Instituts für Technische Chemie am KIT.

Mittelfristig könnten Kunststoff-Bauteile aus Pyrolyseöl erneut in Automobilen verwendet werden, erklärt das KIT. Gelingt es, die technische Machbarkeit nachzuweisen, will Audi das Verfahren industrialisieren und dann sukzessive auf mehr und mehr Teile anwenden.

Das Pilotprojekt läuft am Thinktank Industrielle Ressourcenstrategien, der von der baden-württembergischen Landesregierung gemeinsam mit der Industrie und mit Unterstützung der Wissenschaft am KIT eingerichtet wurde. Audi stellt dafür nicht mehr benötigte Kunststoff-Bauteile wie Kraftstofftanks, Radzierblenden oder Kühlerschutzgitter aus Audi-Modellen zur Verfügung, die beispielsweise aus dem deutschen Händlernetzwerk zurückkehren. Das chemische Recycling sei bisher die einzige Methode, solche gemischten Kunststoffabfälle wieder in Produkte mit Neuwarenqualität umzuwandeln, hieß es.

Audi zählt zu den ersten Automobilherstellern, der diese Recyclingmethode testet. Wie Marco Philippi, Leiter Beschaffungsstrategie bei Audi, sagte, berge das chemische Recycling großes Potenzial. Auf lange Sicht könne dieses Verfahren auch im Altfahrzeugrecycling eine Rolle spielen.

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