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Kunststoffrecycler Fischer in Insolvenz


Insgesamt vier Unternehmen der Fischer-Gruppe haben
vergangene Woche Insolvenzantrag gestellt.
08.02.2021 − 

Vier Unternehmen der im Kunststoffrecycling aktiven Fischer-Gruppe mit Sitz in Achern haben vorige Woche Insolvenzantrag gestellt. Das Amtsgericht Baden-Baden hat den Rechtsanwalt Dirk Pehl von Schultze & Braun zum vorläufigen Insolvenzverwalter der Fischer GmbH, der Fischer Rohstoffe GmbH, der Fischer Cyclepor Deutschland GmbH und der Recyplast GmbH bestellt.

Pehl kündigte an, sich auf die Suche nach einem Investor zu machen, der bereit und in der Lage ist, das Unternehmen zu übernehmen. „Ziel der Suche ist der Erhalt und die Sicherung der Arbeitsplätze, des Unternehmens und der Standorte“, erklärte Pehl. Der Jurist führt die Geschäftsbetriebe in den vier von den Insolvenzanträgen betroffenen Gesellschaften weiter fort. Die deutschlandweit rund 160 Mitarbeiter der Gruppe werden bis einschließlich März über das Insolvenzgeld abgesichert.

Der Recycling-Spezialist mit einem Jahresumsatz von rund 33 Mio € wurde 1999 gegründet und verfügt heute über neun Standorte im gesamten Bundesgebiet. Das Unternehmen recycelt und handelt Kunststoffe. Standortübergreifend verarbeitet die Gruppe jährlich rund 65.000 Tonnen Kunststoff.

Ursache der wirtschaftlichen Schieflage sind nach Unternehmensangaben deutliche Umsatzrückgänge, auch aufgrund der Corona-Pandemie. Insbesondere im Kunststoffbereich mit dem Hauptabnehmer Automobilindustrie sei die Absatzmenge deutlich gesunken. Gleichzeitig sei in manchen Bereichen der Preis für Rohstoffe deutlich gestiegen, während dieser Mehraufwand durch Preiserhöhungen für Fischer-Produkte nicht an die Kunden weitergereicht werden konnte, so der vorläufige Insolenzverwalter. Im Geschäftsbetrieb der Fischer Rohstoffe hätte sich Corona dahingehend ausgewirkt, dass insbesondere Zielmärkte wie Großbritannien oder die Türkei und Asien aufgrund der Beschränkungen nicht mehr in bisherigem Umfang beliefert werden konnten.

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