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Konzerne gründen Allianz gegen Plastikmüll in der Umwelt

Internationale Konzerne wollen 1,5 Mrd US-Dollar für den Kampf gegen die Vermüllung der Meere bereitstellen.
Internationale Konzerne wollen 1,5 Mrd US-Dollar für den
Kampf gegen die Vermüllung der Meere bereitstellen.
16.01.2019 − 

Internationale Konzerne der Petrochemie-, Kunststoff- und der Konsumgüterindustrie wollen in den nächsten fünf Jahren 1,5 Mrd US-Dollar für den Kampf gegen Umweltverschmutzung durch Kunststoffabfälle bereitstellen. Zur "Alliance to End Plastic Waste" (AEPW) gehören auch die französischen Umweltkonzerne Veolia und Suez. Insgesamt umfasst die Gruppe 28 Unternehmen, die bislang Mittel in Höhe von 1,0 Mrd US-Dollar zugesagt haben.

Weil der überwiegende Teil des Plastikmülls im Meer von Abfällen stammt, die an Land anfallen, will die AEPW Städte bei der Entwicklung der Entsorgungsinfrastruktur unterstützen und entsprechende Partnerschaften aufbauen. Der Schwerpunkt soll dabei auf urbanen Regionen liegen, in denen hohe Mengen an Kunststoffabfällen freigesetzt werden und die sich an Flüssen befinden. Die Allianz will dabei auch mit anderen Programmen zusammenarbeiten, die mit Städten kooperieren, wie dem in Indonesien aktiven Projekt STOP.

Ein weiterer Ansatzpunkt ist die Finanzierung neuer Technologien, Geschäftsmodelle und Unternehmen, die Meeresmüll vermeiden und die Abfallentsorgung und das Recycling verbessern. Dies soll über den Inkubator der Investmentgesellschaft Circulate Capital erfolgen. Ziel sei, eine "Pipeline von Investitionsprojekten" aufzubauen, wobei der Schwerpunkt zunächst auf Südostasien liegen werde, so die AEPW.

Um die Entsorgungsprojekte zu unterstützen, will die Gruppe eine wissenschaftliche Open-Source-Informationsbasis aufbauen. Dazu strebt sie Kooperationen mit Hochschulen und anderen Institutionen an.

Zusammenarbeit mit der UN und anderen Organisationen

Mit den Vereinten Nationen und anderen zwischenstaatlichen Organisationen will die Gruppe zusammenarbeiten, um Workshops und Fortbildungen durchzuführen. Sie sollen Vertreter von Regierung und Verwaltung und der örtlichen Gemeinschaften dabei unterstützen, die effektivsten Lösungen zu verfolgen.

Um besonders stark verschmutzte Flüsse säubern zu helfen, will die AEPW die Initiative Renew Oceans unterstützen. Die Organisation will in diesem Jahr damit beginnen, Abfälle aus dem indischen Fluss Ganges zu entfernen.

Die Mitglieder der AEPW sind BASF, Berry Global, Braskem, Chevron Phillips Chemical Company LLC, Clariant, Covestro, Dow, DSM, ExxonMobil, Formosa Plastics Corporation USA, Henkel, LyondellBasell, Mitsubishi Chemical Holdings, Mitsui Chemicals, Nova Chemicals, OxyChem, PolyOne, Procter & Gamble, Reliance Industries, SABIC, Sasol, Suez, Shell, SCG Chemicals, Sumitomo Chemical, Total, Veolia, und Versalis (Eni).

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