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Klärschlammentsorgung in Baden-Württemberg: Bedarf für weitere Monoverbrennungsanlagen


Bedarf an Monoverbrennungsanlagen hängt
unter anderem von der Zementindustrie ab.
02.07.2020 − 

In Baden-Württemberg besteht je nach Strukturkonzept zusätzlich zu den bereits in Planung befindlichen Anlagen ein Bedarf von weiteren zwei bis sechs Klärschlamm-Monoverbrennungsanlagen mit einer veranschlagten jährlichen Einzelkapazität von jeweils rund 20.000 bis 30.000 Tonnen Klärschlamm-Trockensubstanz (TS). Dies ist das Ergebnis einer Untersuchung der Iat-Ingenieurberatung für die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall. Die Autoren hatten den Klärschlammmarkt unter der Fragestellung untersucht, wie viel Verbrennungskapazität erforderlich wäre, um den gesamten baden-württembergischen Klärschlamm in Monoverbrennungsanlagen zu entsorgen.

Demnach werde für das aktuelle Klärschlammaufkommen in Baden-Württemberg von ungefähr 236.000 Tonnen Klärschlamm-TS insgesamt zwischen zehn bis zwölf Monoverbrennungsanlagen mit einer jeweiligen Kapazität von 20.000 bis 30.000 Tonnen Klärschlamm-TS benötigt, heißt es im veröffentlichten Abschlussbericht „Status Quo und Strukturkonzept zur Klärschlammentsorgung und Phosphor-Rückgewinnung in Baden-Württemberg“.

Abzüglich der drei bereits bestehenden und der drei derzeit geplanten Monoverbrennungsanlagen in Baden-Württemberg bestehe ein Restbedarf an Verbrennungskapazität von etwa 127.000 Tonnen TS und somit ein Bedarf von vier bis sechs weiteren Monoverbrennungsanlagen mit einer Kapazität von 20.000 bis 30.000 Tonnen Klärschlamm-TS, so die Beratungsgesellschaft.

Dieser Bedarf an weiteren Anlagen schwankt jedoch nach den Überlegungen der Beratungsgesellschaft und hängt stark von der Beteiligung der Zementindustrie beziehungsweise der Mitverbrennung sowie privater Entsorgungsunternehmen ab, die ebenfalls einen Teil des Restbedarfs an Verbrennungskapazität decken können. Der Bedarf schwankt daher zwischen zwei Monoverbrennungsanlagen, sollte sich die Industrie beteiligen und vier bis sechs Monoverbrennungsanlagen ohne einen solchen Beitrag.

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