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Klärschlamm-Verbrennungsanlage in Wuppertal wird teurer

Schornstein mit Abgasen
Die geplante Klärschlammverbrennungsanlage in
Wuppertal wird deutlich teurer.
31.05.2021 − 

Die geplante Klärschlammverbrennungsanlage in Wuppertal-Buchenhofen wird deutlich teurer als ursprünglich angenommen. Die Investitionskosten sind von den ursprünglich zu Grunde gelegten 50,7 Mio € auf 79,4 Mio € gestiegen, heißt es in einer Ratsvorlage der Stadt Münster. Den Investitionskosten hinzugerechnet werden müssten noch die externen und internen Kosten für die Planungsleistung, die derzeit mit 10,75 Mio € angenommen werden.

Die Anlage soll von der Klärschlammverwertung Buchenhofen GmbH (KVB) betrieben werden, einer gemeinsamen Gesellschaft der Städte Düsseldorf und Münster sowie des Aggerverbandes, des Bergisch-Rheinischen Wasserverbandes und des Wupperverbandes.

Die Steigerung der Investitionskosten um rund 18 Mio € beziehungsweise 36 Prozent führt die Verwaltung der Stadt Münster in ihrer Ratsvorlage unter anderem auf die absehbare Verschärfung der geforderten Emissionswerte nach den BREF-Schlussfolgerungen zurück. Die Umsetzung einer entsprechenden europarechtlichen Vorgabe in nationales Recht müsse zwar noch erfolgen, heißt es in der Vorlage.

Eine spätere Umrüstung der Anlage zur Einhaltung verschärfter Emissionsgrenzwerte insbesondere im Bereich der Stickoxide würde jedoch zu deutlichen Mehrkosten führen. Sie hätte zudem verfahrenstechnische Nachteile, beispielsweise beim Druckniveau der Rauchgasreinigung. Mit Berücksichtigung der verschärften Werte in der Planung könnten zudem genehmigungsrechtliche Hindernisse vermieden werden, hieß es. Außerdem sei eine Rauchgasreinigung nach bester verfügbarer Technik ein wesentlicher Punkt zur Akzeptanz des Standortes.

Darüber hinaus hätten ein größeres Schlammzwischenlager sowie Anpassungen beim Brandschutz die Investitionskosten erhöht, so die Stadtverwaltung.

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