|  
Wirtschaft» weitere Meldungen

Klärschlamm: Köln wirbt weiter um Bonn

Köln wirbt um einen Wiedereintritt der Bundesstadt Bonn in die Klärschlammkooperation Rheinland.
Köln wirbt um einen Wiedereintritt
der Stadt Bonn in die
Klärschlammkooperation
15.05.2019 − 

Die Stadtentwässerungsbetriebe Köln (StEB Köln) werben um einen Wiedereintritt der Bundesstadt Bonn in die Klärschlammkooperation Rheinland (KKR). Bis Ende Juni wäre ein erneuter Beitritt der Stadt Bonn als gleichberechtigter Partner möglich, heißt es in einem Schreiben aus Köln an die Bonner Stadtentwässerung. Bis dahin soll eine Studie vorliegen, in der das Ifeu-Institut den aussichtsreichsten Standort für eine Klärschlamm-Monoverbrennungsanlage ermittelt hat.

Danach wäre ein bedingter Beitritt möglich, heißt es aus Köln. Bis Ende September sollen die interessierten Kommunen den Kölnern eine belastbare Interessensmeldung mit Kostenbeteiligung zur Verfügung stellen. Im ersten Quartal 2020 könnten die Kommunen dann der KKR beitreten. Nach dem 30. Juni müssten die Bonner mit denselben Konditionen leben, wie sie die StEB den kleinen Kommunen anbietet. Verbunden wäre damit möglicherweise ein verringerter, nicht mehr mengenproportionaler Gesellschaftsanteil.

Keine Entscheidung vor der Sommerpause

Wie sich die Stadt Bonn verhält, ist derzeit offen. Im Herbst des vergangenen Jahres hatte sich die Bundesstadt aus der Kooperation verabschiedet, um eine lokale Lösung für die Klärschlammentsorgung zu finden. So wirbt die Bonner SWB Verwertung bereits seit einiger Zeit für den Bau einer Mono-Verbrennungsanlage mit einer Jahreskapazität von 35.000 Tonnen Klärschlamm-Trockensubstanz, die an die Bonner Müllverbrennungsanlage angedockt werden soll.

In den politischen Gremien der Kommune sieht man offensichtlich keine Eile: Angesichts des Angebotes aus Köln, erneut der KKR beitreten zu können, will die Politik das Klärschlamm-Thema vor der Sommerpause nicht mehr anfassen, berichtete in der vergangenen Woche der Bonner "General Anzeiger". Man sehe „keine Eile mehr, wie von der Verwaltung ursprünglich gefordert, eine schnelle Entscheidung zu treffen“, heißt es in dem Bericht.

Einen ausführlichen Artikel lesen Sie in Ausgabe 20/2019 von EUWID Recycling und Entsorgung. Hier geht es zum E-Paper:

E-Paper - EUWID Recycling und Entsorgung

Diesem Artikel zugeordnete Schlagworte:

zurück − Großbrand bei Batterierecycler Redux in Offenbach

Duale Systeme sollen Kommunen Kosten für Serviceverpackungen erstatten  − vor