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Klärschlamm in OWL: Kooperationsvertrag unterzeichnet

Arbeitskreis Klärschlamm-Kooperation
Der Arbeitskreis Klärschlamm-Kooperation OWL
17.02.2020 − 

Insgesamt 57 Kommunen, Verbände und Gesellschaften aus der Region Ostwestfalen-Lippe (OWL) haben vergangenen Freitag in Detmold die Verträge zur Gründung der Klärschlammkooperation Ostwestfalen-Lippe unterzeichnet. Das hat der Abfallwirtschaftsverband Lippe mitgeteilt.

Die zukünftigen Gesellschafter der Klärschlammverwertung OWL GmbH vertreten 78 Gemeinden, Städte, Kreise, Wasser- und Zweckverbände, bei denen jährlich rund 186.000 Tonnen Klärschlamm – rund 44.000 Tonnen Trockensubstanz – anfallen. Die Kooperation werde nun mit der europaweiten Suche nach einem strategischen Partner beginnen.

Partner mit Grundstück oder Anlage gesucht

Der strategische Partner muss nach Angaben des Abfallwirtschaftsverbandes über ein Grundstück verfügen, auf dem eine Klärschlammverbrennungsanlage errichtet werden kann – oder er muss eine entsprechende Anlage, die im Falle einer Zusammenarbeit von der Kooperation genutzt werden kann, bereits besitzen. Die gemeinsame Entsorgung soll im Jahr 2024 beginnen. Zu diesem Zeitpunkt sollen rund 156.000 Tonnen Klärschlamm über den Partner entsorgt werden. Ab 2029 sollen alle Kooperationspartner an der Klärschlammlieferung beteiligt werden.

Die Kooperation ist langfristig angelegt. Die gemeinsame Entsorgung soll mindestens bis Ende 2043 erfolgen. Um für das Gemeinschaftsunternehmen und damit den Bürgern eine angemessene Mitsprachemöglichkeit zu sichern, werde sich die Kooperation an der Gesellschaft zur Verbrennung der Klärschlämme beteiligen. Dies könne auch eine Finanzierungsverantwortung mit sich bringen. Dafür sei die Kooperation entsprechend gerüstet, heißt es.

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