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Kartellamt prüft Remondis-Kauf näher


Hier schaut man sich die jüngste Remondis-Übernahme
näher an. (Bild: Bundeskartellamt)
14.08.2018 − 

Die geplante Übernahme der Helene Müntefering-Gockeln Wertstoffrecycling & Containerdienst GmbH durch Remondis verzögert sich weiter. Das Bundeskartellamt prüft den Fall jetzt im Rahmen eines sogenannten Hauptprüfverfahrens näher. Offenbar sind die Wettbewerbshüter bei der ersten Prüfung der Übernahme auf noch offene Fragen gestoßen.

Remondis hatte die Übernahme bereits am 20. Juni beim Bundeskartellamt angemeldet. Kurz darauf wurde die Anmeldung jedoch von beiden Unternehmen zurückgenommen, bevor dann am 12. Juli die erneute Anmeldung erfolgte. Durch die vertiefte Prüfung des Falles verlängert sich die Frist für die Entscheidung jetzt weiter. Sollten die Kartellwächter die volle Verfahrensdauer nutzen, könnte eine Entscheidung erst Mitte November fallen.

Das im Jahr 1980 gegründete Familienunternehmen Müntefering-Gockeln betreibt neben dem Stammsitz in Herne noch einen zusätzlichen Standort im benachbarten Bochum. Müntefering-Gockeln ist unter anderem in der Altholz-Aufbereitung sowie in der Aktenvernichtung tätig. Mit etwa 70 Mitarbeitern soll der mittelständische Entsorger nach unbestätigten Informationen etwa zwölf Mio € im Jahr umsetzen. Die Gewinne summierten sich in den Jahren 2014 bis 2016 auf rund 400.000 €, das Eigenkapital lag Ende 2016 bei 2,4 Mio €.

Remondis ist traditionell im Stammland Nordrhein-Westfalen besonders stark vertreten. So verfügt der Entsorgungskonzern auch in Herne und Bochum über Standorte. Hinzu kommt eine Reihe weiterer Niederlassungen im Ruhrgebiet, etwa in Duisburg, Essen, Oberhausen oder Mülheim.

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