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Heidelberg-Cement bewirbt Mitverbrennung von Klärschlamm als sinnvollere Entsorgung

HeidelbergCement hält die Mitverbrennung von Klärschlamm im Zement für sinnvoller als die Monoverbrennung (Symbolbild).
HeidelbergCement hält die Mitverbrennung von
Klärschlamm im Zement für sinnvoller als die
Monoverbrennung (Symbolbild).
24.09.2019 − 

Der Zementhersteller Heidelberg-Cement hält die Mitverbrennung für den sinnvolleren Entsorgungsweg für Klärschlamm im Vergleich zur Monoverbrennung. Kilian Mönster von Heidelberg-Cement begründete das in seinem Vortrag beim VDI-Kongress Klärschlammentsorgung in der vergangenen Woche in Mainz unter anderem mit geringeren Treibhausgas-Emissionen. Darüber hinaus fielen keine Reststoffe an, die entsorgt werden müssten.

Anlass von Mönsters Vortrag war die geplante Klärschlammtrocknung am Zementwerk Geseke im nordrhein-westfälischen Kreis Soest. Heidelberg-Cement möchte an dem Standort überschüssige Abwärme aus dem Wärmetauscherturm sowie dem Klingerkühler nutzen, um rund 70.000 bis 80.000 Tonnen Klärschlamm pro Jahr auf einen Trockensubstanzgehalt von 90 Prozent zu trocknen. Den getrockneten Klärschlamm mit einem Heizwert von 11 bis 13 Megajoule pro Kilogramm (MJ/kg) will das Unternehmen anschließend als Brennstoff nutzen.

Der Zementhersteller hatte 2017 bei der Bezirksregierung Arnsberg beantragt, drei neue Sekundärbrennstoffe in Geseke einsetzen zu dürfen. Neben getrocknetem Klärschlamm hatte das Unternehmen die thermische Verwertung von „Purabit H2“ beantragt, einem Nebenprodukt aus der Altölaufbereitung, sowie die Verbrennung von Polyurethan-Mehl. Polyurethane sind Kunststoffe, aus denen beispielsweise Schaumstoffe zur Wärmedämmung gefertigt werden. Auch im Automobilbau werden sie eingesetzt.

Bis zu 100 Prozent Sekundärbrennstoffe im Zementwerk Geseke

Mit den zusätzlichen Ersatzbrennstoffen will Heidelberg-Cement den zulässigen Sekundärbrennstoffanteil auf bis zu 100 Prozent der Feuerungswärmeleistung erhöhen, ist dem im Juli 2018 veröffentlichten Genehmigungsbescheid der Bezirksregierung Arnsberg zu entnehmen.

Nun will das Unternehmen die bislang ungenutzte Abwärme dafür verwenden, den Klärschlamm auf den entsprechend hohen Trocknungsgrad zu bringen. Bei der Konferenz in Mainz ging es Mönster vor allem darum, die anwesenden Abwasserentsorger davon zu überzeugen, dass die Mitverbrennung im Zementwerk eine sinnvolle Sache ist.

Die Ausführungen Mönsters blieben vom Publikum allerdings nicht unwidersprochen. Im Anschluss an den Vortrag entwickelte sich eine lebhafte Diskussion.

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