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Handel nimmt 2016 über 70.000 Tonnen E-Schrott zurück

05.07.2017 − 

Der Handel hat im vergangenen Jahr insgesamt über 70.000 Tonnen Elektroaltgeräte zurückgenommen. Der Wert von 2015 konnte somit fast verdoppelt werden. Rund drei Viertel der vom Handel gesammelten Altgeräte entfiel mit über 50.000 Tonnen auf Großgeräte wie Waschmaschinen und Kühlschränke. Insgesamt haben Kommunen, Hersteller und Vertreiber laut aktuellen Zahlen der Stiftung Elektro-Altgeräte Register (EAR) im letzten Jahr 700.000 Tonnen E-Schrott gesammelt. Das entspricht rund 8,5 Kilogramm je Einwohner und stellt eine Steigerung um elf Prozent gegenüber dem Vorjahr dar.

Bezogen auf die durchschnittliche Verkaufsmenge der drei Vorjahre ergibt sich aus den Zahlen der EAR für 2016 eine Sammelquote von etwas über 40 Prozent. Damit wäre die Mindestvorgabe von 45 Prozent aus dem ElektroG verfehlt wurden. Allerdings wird bei der offiziellen Berechnung der Sammelquote auch auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes zurückgegriffen. Diese liegen zwar für 2016 noch nicht vor. In den Vorjahren fielen diese aber durch die Berücksichtigung weiterer Sammel- und Verwertungswege meist um rund 100.000 Tonnen höher aus als die von der EAR gemeldeten Mengen.

Mit zusätzlichen Mengen in diesem Umfang könnte das Sammelziel von 45 Prozent im vergangenen Jahr also durchaus erreicht worden sein. Weitaus schwieriger dürfte die ab 2019 geltende Mindestvorgabe von 65 Prozent zu erreichen sein. Um dieses Ziel zu erreichen, müssten die für 2016 von der EAR gemeldeten Sammelmengen in den nächsten Jahren um mindestens 400.000 Tonnen jährlich gesteigert werden.

Deutlich mehr Altgeräte über das EAR-System abgewickelt

Noch stärker als der Handel konnten die Hersteller ihre Rücknahmemengen im vergangenen Jahr steigern. Um mehr als 50.000 Tonnen auf über 190.000 Tonnen legten die im Rahmen der Abholkoordination der EAR abgewickelten Mengen zu. Etwas schwächer fielen die Mengen in der Eigenrücknahme der Hersteller aus.

Der Anstieg der Mengen über das EAR-System ist zumindest zum Teil auf die Umstellung der Sammelgruppen im Zuge der Neufassung des ElektroG zurückzuführen. Dadurch kam es zu einem spürbaren Rückgang der Optierungen durch die öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger. Dennoch ging die Menge der von den Kommunen gesammelten Altgeräte 2016 nur leicht um rund 10.000 Tonnen auf knapp 390.000 Tonnen zurück.

Eine ausführliche Darstellung der EAR-Jahresstatistik für 2016 lesen Sie in EUWID Recycling und Entsorgung 28/2017.

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