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Grevenbroich soll Modellstandort für neues Bauabfall-Aufbereitungszentrum werden


(Symbolbild)
08.03.2019 − 

Im nordrhein-westfälischen Grevenbroich soll ein Aufbereitungszentrum für Bauabfälle entstehen. Im Rahmen einer aktuellen Studie wurde die zum Rhein-Kreis Neuss gehörende Stadt als angestrebter Modellstandort zur Umsetzung einer regionalen Strategie für ein Bauen als Kreislaufwirtschaft im Rheinischen Revier ausgewählt. Die bisher nur skizzierte Anlage mit einem mobilen und stationären Modul soll über eine Aufbereitungskapazität von rund 300.000 Tonnen Bauschutt verfügen und vorrangig rezyklierte Gesteinskörnungen zum Einsatz im Hochbau herstellen. Für die Realisierung des Aufbereitungszentrums brauche es jedoch weitere Unterstützung durch Politik und Wissenschaft sowie auch finanzielle Förderung.

In den kommenden Jahrzehnten wird sich das Rheinische Braunkohlenrevier grundlegend verändern. In einem langfristigen Prozess bewegt sich die Region weg von der Verbrennung und Verstromung der Braunkohle hin zu einer neuen wirtschaftlichen Struktur. Um eine solche Entwicklung speziell im Bausektor zu unterstützen und gleichzeitig heimische Ressourcen in Kreisläufen zu nutzen, hat die Zukunftsagentur Rheinisches Revier das Projekt „Kreislaufwirtschaft Bauen“ initiiert, zu dem nach zwei Jahren Bearbeitung jetzt der Abschlussbericht vorliegt.

Ein zentrales Ziel des Projekts war es, Grundlagen für einen Modellstandort in der Region zu schaffen, an dem Unternehmen aus Bauabfällen und Bodenaushub wieder hochwertige Bauprodukte herstellen können. Neben der reinen Produktion soll der Standort zudem als Kompetenzzentrum für Schulungs-, Bildungs- und Forschungszwecke fungieren.

Besonders günstige Bedingungen für die Ansiedlung des geplanten Aufbereitungszentrums bestehen laut Studie in Grevenbroich. Hier geht nach 2021 ein Teilbereich des Braunkohlekraftwerks Frimmersdorf vom Stromnetz. Das 1,5 Kilometer lange Kraftwerksgelände biete gute Voraussetzungen für die Nachnutzung als „Industriepark Kreislaufwirtschaft Bau“.

So verfüge Frimmersdorf über große Mengen an Sekundärrohstoffen, die sehr zeitnah zur Verfügung stehen. Zudem punktete der Standort durch die im Vergleich zu anderen untersuchten Standorten sehr hohe Unternehmensdichte im Umkreis von 50 Kilometern und die zusätzliche Nähe zu den Niederlanden und Belgien.

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