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Getränkekartonhersteller bauen Recyclinganlage


Bildquelle: FKN
26.03.2018 − 

Die Hersteller von Getränkekartons werden künftig selbst Verbundreststoffe aus der Aufbereitung von gebrauchten Getränkekartons behandeln und dem Recycling zuführen. Zu diesem Zweck hat der Fachverband Kartonverpackungen für flüssige Nahrungsmittel (FKN) die hundertprozentige Tochter Palurec GmbH gegründet. FKN-Geschäftsführer Michael Brandl zufolge werden rund acht Mio € in die neue Anlage investiert. Brandl ist zugleich Geschäftsführer der Neugründung, die im Chemiepark Knapsack bei Köln in acht bis zehn Monaten den Betrieb aufnehmen soll.

Mit der neuen Anlage sollen in der ersten Ausbaustufe jährlich rund 18.000 Tonnen sogenannte Rejekte aus der Aufbereitung der gebrauchten Verbundverpackungen verarbeitet werden. Dabei setzt Palurec auf marktgängige Anlagenkomponenten, die das Gemisch aus HDPE, LDPE, Aluminium und Restfasern mechanisch/physikalisch trennen. Die Kunststofffraktionen sollen an Händler und Verarbeiter vermarktet werden, die Restfasern an Papierfabriken. Die Aluminiumfraktion will Palurec an Aluminiumverarbeiter verkaufen.

Wie Brandl gegenüber EUWID erklärte, sei das Genehmigungsverfahren bereits auf den Weg gebracht. Er geht davon, aus, dass bereits in wenigen Wochen mit dem Bau der Anlage begonnen werden kann. Nach seinen Angaben soll die Anlage rund um die Uhr arbeiten. Insgesamt werden 20 bis 25 Arbeitsplätze geschaffen.

Dem FKN gehören die drei Hersteller Tetra Pak, SIG Combibloc und Elopak an. Sie produzieren etwa 90 Prozent aller in Deutschland verkauften Getränkekartons.

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