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„Die Zukunft des E-Schrottrecyclings steht auf dem Spiel“


Der Schaden durch Brände von Lithium-Akkus summiert
sich bei Remondis Electrocycling bereits auf rund 20 Mio €.
27.11.2019 − 

Durch Lithium-Batterien ausgelöste Brände stellen die Entsorgungswirtschaft vor immer größere Probleme. Gerhard Jokic, Geschäftsführer der Remondis Electrorecycling GmbH, verdeutlicht im Gespräch mit EUWID den Umfang des Problems für seine Betriebe, zeigt auf, was Remondis kurzfristig dagegen unternehmen kann, und mahnt dringende Änderungen bei der Erfassung von Altgeräten und Batterien an.

Herr Jokic, nahezu täglich brennen deutsche Entsorgungs- und Sortieranlagen aufgrund defekter und falsch entsorgter Lithium-Akkus. In welchen Umfang ist die E-Schrottverwertung bei Remondis von diesem Problem betroffen?

In den vergangenen Jahren hat es branchenweit eine signifikante Häufung von Brandereignissen in Recyclinganlagen gegeben. Von dieser Entwicklung war und ist auch Remondis betroffen. Gerade in der E-Schrottverwertung ist das Problem noch einmal deutlich brisanter, da viele Elektrokleingeräte Lithium-Ionen-Akkus enthalten, die sich oft konstruktionsbedingt vor der Entsorgung nicht aus dem Gerät entnehmen lassen. Gerade von diesen Geräten geht dann eine drastisch erhöhte Brandgefahr aus, da jede mechanische Einwirkung auf Lithium-Akkus zu Kurzschlüssen, spontaner Erhitzung und teils explosiven Reaktionen führen kann.

Praktisch alle E-Schrott-Recycling-Anlagen von Remondis waren dadurch bereits Opfer von Bränden, deren zunehmende Häufigkeit nur mit der stetig wachsenden Verbreitung von Lithium-Akkus in alltäglichen Konsumgegenständen zu erklären ist. Wir schätzen den uns bis heute entstandenen Gesamtschaden auf rund 20 Mio €.

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Das vollständige Interview mit Gerhard Jokic lesen Sie in EUWID Recycling und Entsorgung 48/2019. Für Kunden unserer Premium-Angebote steht das Interview in unserem E-Paper zur Verfügung:

E-Paper - EUWID Recycling und Entsorgung

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