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Gelsenwasser plant neue Klärschlammverbrennungsanlage im Kreis Soest

Zementwerk
Auf dem Gelände eines ehemaligen Zementwerks in
Erwitte plant Gelsenwasser eine KVA (Symbolbild).
25.02.2021 − 

Das Wasser- und Abwasserunternehmen Gelsenwasser will in der Stadt Erwitte im nordrhein-westfälischen Kreis Soest eine Klärschlammverbrennungsanlage errichten. Das geht aus Unterlagen der Stadt Erwitte hervor.

Demnach möchte Gelsenwasser als Partner der Klärschlammverwertung OWL GmbH die im Rahmen der interkommunalen Kooperation akkumulierten Klärschlämme aus der Region Ostwestfalen-Lippe thermisch behandeln. Allerdings wird die Partnerschaft im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung vergeben. Gelsenwasser kündigte an, sich an der Ausschreibung beteiligen zu wollen.

Die "Klärschlammverwertung Ostwestfalen-Lippe" ist eine interkommunale Kooperation von beträchtlichem Ausmaß: nicht weniger als 47 Gesellschafter vertreten insgesamt 78 Gemeinden, Städte, Kreise sowie Wasser- und Zweckverbände, die zukünftig zusammen rund 178.000 Tonnen entwässerten Klärschlamm – umgerechnet rund 44.000 Tonnen Trockensubstanz – entsorgen werden.

Die Gründung der Klärschlammverwertung OWL GmbH war im vergangenen Sommer ein großes regionales Ereignis. Die Pläne sahen vor, den Klärschlamm künftig gemeinsam verwerten zu lassen und sich dafür einen entsprechenden Partner zu suchen. Ende des vergangenen Jahres startete die Kooperation die europaweite Ausschreibung zur Suche nach einem entsprechenden Partner.

Logistisch gut erschlossenes Gelände des ehemaligen Zementwerks Erwitte

Der gesuchte Partner soll entweder bereits über eine Klärschlamm-Monoverbrennungsanlage verfügen, oder auf einem entsprechend nutzbaren Grundstück gemeinsam mit der Kooperation eine Klärschlammverbrennungsanlage neu bauen und betreiben.

Gelsenwasser hat für das Projekt ein Gelände im Auge, das aus Sicht des Gelsenkirchener Wasser- und Abwasserunternehmens perfekt wäre: Das Gelände des stillgelegten Zementwerks in Erwitte. Bis 2018 gehörte das Werk dem Zementhersteller Seibel & Söhne. 2018 wurde das Unternehmen vom Konkurrenten Dyckerhoff geschluckt, der daraufhin das Zementwerk in Erwitte stilllegte und die Produktion auf die eigenen Werke verlagerte.

Einen ausführlichen Artikel zur möglichen Klärschlammverbrennungsanlage von Gelsenwasser in Erwitte lesen Sie in Ausgabe 08/2021 von EUWID Recycling und Entsorgung. Für Kunden unseres Premium-Angebots steht die Ausgabe als E-Paper zur Verfügung:

E-Paper - EUWID Recycling und Entsorgung

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