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Gelsenwasser und Easymining gründen Joint Venture für Phosphorrückgewinnung

Christoph Ontyd (Head of wastewater management at GELSENWASSER AG), Philipp Theuring (Market & Sales EasyMining Germany), Anders Kihl (Head of R&D, RagnSells), Martin Braunersreuther (Head of sales AWS), Thomas Nelle (CTO AWS), Christian Kabbe (Man. Dir. EasyMining Germany), Jan Svärd (CEO EasyMining)
Gelsenwasser und Easymining gründen Joint Venture
Phosphorgewinnung Schkopau GmbH
16.12.2021 − 

Das Wasser- und Abwasserunternehmen Gelsenwasser und Easymining, eine Tochter des schwedischen Entsorgers Ragn-Sells, haben für das gemeinsame Phosphorrecycling das Gemeinschaftsunternehmen Phosphorgewinnung Schkopau GmbH (PGS) gegründet.

Wie die beiden Partner mitgeteilt haben, plant die PGS im kommenden Jahr eine Demonstrationsanlage im Regelbetrieb für zunächst 30.000 Tonnen Klärschlammasche zu bauen. Die Anlage soll das Ash2Phos-Verfahren von Easymining anwenden und auf dem Gelände des Chemieparks Schkopau in Sachsen-Anhalt errichtet werden.

Vor gut einem Jahr hatten die beiden Unternehmen einen Vertrag über die exklusive Verwendung des patentierten Ash2Phos-Verfahrens geschlossen. Ziel ist es, den deutschen Markt für Phosphor-Recycling aus Klärschlammasche gemeinsam zu erschließen.

Gelsenwasser und Easymining wollen in Deutschland 300.000 Tonnen Asche verwerten

Die Erfahrungen aus dem Betrieb der Demonstrationsanlage sollen in die Ausweitung des Konzepts auf weitere Standorte einfließen. Die Pläne sind ambitioniert: Gelsenwasser und Easymining wollen in Deutschland Recyclingkapazitäten im Bereich des P-Recyclings aus Klärschlammaschen vom insgesamt 300.000 Tonnen aufbauen – innerhalb der nächsten zehn Jahre. Das entspreche etwa der Hälfte des zukünftigen Ascheaufkommens in Deutschland, heißt es in der gemeinsamen Pressemitteilung.

Das mit dem Ash2Phos-Verfahren erzeugte Phosphorprodukt könne in allen Bereichen der Phosphorindustrie verwendet werden, so die beiden Unternehmen weiter. Es sei sowohl für die Herstellung von Düngemitteln geeignet, als auch für Reinigungs- und Flammschutzmittel. Mit dem Verfahren werde zudem die gesetzlich geforderte Rückgewinnungsquote von 80 Prozent problemlos erreicht. 

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