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Gebrüder Schweitzer teilen Alba-Gruppe auf


Axel und Eric Schweitzer stellen Alba neu auf.
23.07.2021 − 

Die beiden Brüder Axel und Eric Schweitzer stellen ihr Unternehmen Alba neu auf. Der Konzern wird in zwei Einheiten aufgeteilt. Ziel sei es, agile Einheiten zu schaffen, die auch ihre jeweilige operative Verantwortung in den Eigentumsverhältnissen abbilden, teilte Alba heute mit.

Demnach hält Axel Schweitzer künftig das alleinige Eigentum an den wesentlichen asiatischen Aktivitäten, dazu zählt insbesondere die Alba Group Asia. Ebenso gehen die gemeinsamen Beteiligungen an der Alba Services Holding (ASH) sowie insbesondere die Kunststoffaktivitäten der Alba International Recycling (AIR) in die Sphäre von Axel Schweitzer über. Bei Axel Schweitzer ist somit das gesamte Kunststoffrecycling aller Verarbeitungsstufen – von der Sortierung bis zur Rückführung in den Rohstoffkreislauf – konzentriert.

Eric Schweitzer hält künftig alle Anteile an der Alba Europe Holding, die vor allem das Entsorgungs- und wichtige Teile des Recyclinggeschäfts mit innovativen Anlagen zur Verlängerung der Wertschöpfungskette und einem wachsenden Kommunalgeschäft sowie das Stahl- und Metallrecycling betreibt. Im angestammten Geschäft seit der Unternehmensgründung vor über 50 Jahren ist hier der größere Teil des Umsatzes und der Mitarbeiter angesiedelt. Hinzu kommen einige wenige Aktivitäten aus dem Bereich der bisherigen ASH und AIR.

Laut Mitteilung werden die Geschäftsbereiche im Rahmen eines familiären Verbundes weiter eng zusammenarbeiten. „Die jetzt vorgenommene Neuordnung entspricht unseren inhaltlichen Schwerpunkten. Ich bin fest in Berlin, Deutschland und Europa verwurzelt, Axel ist in den letzten Dekaden zum anerkannten Asien-Experten geworden und zum Pionier einer Welt ohne Abfall“, sagt Eric Schweitzer. „Jeder von uns kann sich auf das konzentrieren, was ihm am meisten liegt“, ergänzt Axel Schweitzer. Eric habe das tiefere Verständnis für das Entsorgungsgeschäft in den Heimatmärkten.

Hintergrund der Neuordnung seien die in den vergangenen Jahren gewachsenen Herausforderungen auf den Märkten, in denen die Unternehmen unter den Marken Alba und Interseroh tätig sind. Im Entsorgungs- und Recyclinggeschäft sowie im Stahl- und Metallrecycling sei der Wettbewerb noch intensiver geworden. Der Markt der Verpackungslizenzierung befinde sich in einem strategischen Umbruch. Im Wachstumssektor Asien seien erhebliche Engagements erforderlich, um das große Potential zu realisieren, so das Unternehmen.

Axel Schweitzer hatte als Aufsichtsratsvorsitzender der ASH kürzlich unter anderem den Start des neuen dualen Systems „Interseroh+“ initiiert, um gemeinsam mit Handel und Industrie Stoffkreisläufe zu schließen.

Die Alba-Gruppe erwirtschaftet mit ihren beiden Marken Alba und Interseroh in Deutschland und Europa sowie in Asien einen Umsatz von 1,9 Mrd € und beschäftigt insgesamt rund 8.700 Mitarbeiter.

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