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Europaweit erneut nur geringe Fortschritte bei Batteriesammlung


(Symbolbild)
08.11.2018 − 

Auch im letzten Jahr hat vermutlich nur rund die Hälfte der EU-Staaten die Mindestquote von 45 Prozent bei der Sammlung von Gerätealtbatterien erreicht. Das geht aus aktuellen Zahlen von Eurostat hervor. Demzufolge haben das 13 Mitgliedstaaten für das Jahr 2017 Sammelquoten von über 45 Prozent nach Brüssel gemeldet. Hinzu kommen die Niederlande und die Slowakei, die für das letzte Jahr noch keine Zahlen gemeldet haben, die Mindestquote aber bereits 2016 erreicht haben.

Deutschland liegt mit einer Quote von 45,1 Prozent zwar knapp über der Zielvorgabe, aber weiterhin nur im europäischen Mittelfeld. Nachdem die Sammelquote für Gerätebatterien in der Bundesrepublik in den Vorjahren kontinuierlich gewachsen war, musste für 2017 ein Rückgang von über einem Prozentpunkt hingenommen werden.

Für die EU-28 schätzt Eurostat die Sammelquote im vergangenen Jahr auf 44,4 Prozent. Insgesamt wurden 2017 in der EU rund 97.000 Tonnen Gerätealtbatterien erfasst – ein Plus von drei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Mit 21.000 Tonnen stammte die größte Menge davon aus Deutschland, dahinter folgt Großbritannien mit über 17.000 Tonnen.

Erst kürzlich hatte das Öko-Institut auf Basis der Eurostat-Zahlen für das Jahr 2016 in einem Bericht für die EU-Kommission Schwächen bei der Batteriesammlung in Europa aufgezeigt und Änderungen an der Batterierichtlinie gefordert. Zur Steigerung der Sammelmengen und zur Eindämmung alternativer Entsorgungswege, wie etwa über den Hausmüll, hatten die Experten unter anderem verbesserte Verbraucherinformationen sowie gezielte Sammelkampagnen empfohlen.

Darüber hinaus könnten die Sammelmengen auch gesteigert werden, indem mehr Batterien aus Elektroaltgeräten ausgebaut werden. Dafür müssten die Geräte aber so konzipiert werden, dass die Batterien leichter entnommen werden können, fordert das Öko-Institut.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in EUWID Recycling und Entsorgung 46/2018. Der Text steht bereits jetzt im E-Paper zur Verfügung:

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