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EU-Kommission erteilt Aurubis und TSR Freigabe für Joint Venture zum Kabelrecycling


Aurubis und TSR wollen die Rückgewinnung von
Kupfer-Granulaten und Kunststoffen verbessern.
22.04.2021 − 

Die EU-Kommission hat heute die kartellrechtliche Freigabe für das geplante Gemeinschaftsunternehmen des Hamburger Kupferkonzerns Aurubis und der Remondis-Tochter TSR erteilt. Wie berichtet, sollen in das Joint Venture die Kabelzerlegung der Aurubis-Tochter Cablo Metall-Recycling und Handel GmbH mit Sitz im brandenburgischen Fehrbellin sowie die Kabelzerlege-Aktivitäten von TSR am Standort in Gelsenkirchen eingebracht werden. Ziel ist die Rückgewinnung von Kupfer-Granulaten und Kunststoffen.

Das Gemeinschaftsunternehmen soll unter dem Namen Cablo GmbH geführt werden. Wie Aurubis und TSR mitteilen, wird die TSR Recycling GmbH & Co. KG mit 60 Prozent Mehrheitsgesellschafter und übernimmt auch die operative Führung. Die restlichen 40 Prozent hält die Aurubis AG. Der Abschluss der Transaktion ist für Anfang Juni geplant. Die Geschäftsführung der künftigen Cablo GmbH werde aus drei Mitgliedern bestehen.

Aurubis und TSR versprechen sich Mengenanstieg und Qualitätsschub

„Ich begrüße die heutige Entscheidung der EU-Kommission ausdrücklich, die unmittelbar Aurubis‘ Recyclingstrategie unterstützt“, so Roland Harings, Vorstandsvorsitzender der Aurubis AG. „Eine Welt, die mehr Rohstoffe braucht, benötigt mehr Kapazitäten und auch Technologien zum Recycling dieser Rohstoffe aus Produkten am Ende der jeweiligen Nutzungsdauer. Mit der Cablo GmbH werden wir die Menge an Einsatzmaterialien steigern und neue Lösungen für die anfallenden Kunststoffmaterialien schaffen.“

Auch TSR-COO Bernd Fleschenberg begrüßt die Bündelung der Kabelrecycling-Kompetenzen von Aurubis und TSR. Das Gemeinschaftsunternehmen werde sich voll und ganz auf die Aufbereitung von Kabeln, insbesondere von Kupferkabeln unterschiedlichster Qualitäten, fokussieren. „Wir erhoffen uns einen noch stärkeren Schub, was die Qualität der Aufbereitung angeht, denn Kupfer- und Kunststoffrecycling ist ein wesentlicher Beitrag zur Klima- und Ressourcenschonung. Gemeinsam sind wir in diesem Teilsegment in der Lage, Kreisläufe entlang der gesamten Wertschöpfungskette noch effektiver zu schließen. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zu noch mehr Kreislaufwirtschaft – mit Modellcharakter für weitere Stoffströme“, so Fleschenberg.

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