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ERP bietet Übernahme von GRS-Sammelstellen an


ERP hält Panikmache bei Batteriesammlung für übertrieben.
02.08.2019 − 

Aus Sicht der European Recycling Platform ist trotz der finanziellen Probleme beim Gemeinsamen Rücknahmesystem (GRS) kein Zusammenbruch der Batterierücknahme in Deutschland zu erwarten. Das herstellereigene Rücknahmesystem werde auch künftig alle angeschlossenen Sammelstellen bedienen. Dies gelte sowohl für die gesetzlich verpflichteten als auch für die freiwilligen Sammelstellen, erklärte ERP. Darüber hinaus sei man bereit, auch kurzfristig, Sammelstellen von GRS zu übernehmen, um einen sofortigen und wirksamen Lastenausgleich herzustellen.

Die Übertragung von bisher von GRS bedienten Sammelstellen auf die herstellereigenen Systeme könnte schnell und unkompliziert zur finanziellen Entlastung von GRS beitragen. Mit diesem Vorschlag sei man aber schon vor Jahren an GRS herangetreten und habe in der Vergangenheit immer wieder versucht, das System davon zu überzeugen, auf diese Weise seine Kostenlast verringern zu können, so ERP weiter. Bislang seien diese Angebote allerdings erfolglos geblieben.

„Die aktuelle Panikmache einiger Akteure ist übertrieben“, erklärte Michael Gormann, Geschäftsführer von ERP in Deutschland. „Die Situation von GRS mag ernst sein. Von einem Marktzusammenbruch sind wir aber weit entfernt. Selbst ohne GRS wäre die flächendeckende Rücknahme von Geräte-Altbatterien in Deutschland jederzeit gesichert.“

GRS hatte vergangene Woche angekündigt, die Aussetzung der gesetzlichen Feststellung als Gemeinsames Rücknahmesystem zu beantragen, wenn man nicht zeitnah eine Lösung für die finanzielle Schieflage im System finde. ERP-Geschäftsführer Gormann erklärte heute, dass man selbstverständlich zu einem sachlichen und konstruktiven Dialog mit allen betroffenen Akteuren bereit sei, um gemeinsam zu „zivilrechtlich möglichen und kartellrechtskonformen Lösungen“ zu kommen.

Die aktuelle Schieflage auf dem Batterierücknahmemarkt sieht ERP vor allem in den rechtlichen Rahmenbedingungen begründet. „Die Probleme sind struktureller Natur. ERP hält sich als herstellereigenes Rücknahmesystem streng an Recht und Gesetz“, erklärte Gormann weiter. Maßnahmen zur Stabilisierung des Marktes müssten daher direkt am Batteriegesetz und der GRS-Satzung ansetzen.

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