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Ergebnis verdoppelt: Aurubis profitiert von deutlich höheren Altkupfer-Raffinierlöhnen


Aurubis-Recyclinganlagen bei höheren
Raffinierlöhnen voll ausgelastet.
05.08.2021 − 

Als „außerordentlich erfreulich“ wertet Aurubis-Vorstandsvorsitzender Roland Harings die Geschäftsentwicklung des Hamburger Kupferkonzerns in den ersten neun Geschäftsmonaten. Trotz der anhaltenden Coronakrise und ihrer Folgen sowie stark gestiegener Energiekosten sei es Aurubis gelungen, das operative Ergebnis vor Steuern (EBT) von 133 auf 268 Mio € zu verdoppeln. Wesentlicher Einflussfaktor waren die deutlich höheren Raffinierlöhne für Altkupfer und sonstige Recyclingmaterialien. Weiterhin profitierte das Unternehmen von den stark gestiegenen Kupfer- und Edelmetallpreisen, die den Konzernumsatz um 37 Prozent auf 12,2 Mrd € hochschnellen ließen.

Wie Aurubis in seinem heute veröffentlichen Zwischenbericht erläutert, hat sich die sehr positive Entwicklung der Altkupfer- und Recyclingmärkte auch im von April bis Juni reichenden dritten Geschäftsquartal fortgesetzt. Metallpreise auf hohem Niveau, allen voran ein weiter gestiegener Kupferpreis, stützten das Angebot von Altkupfer und sonstigen Recyclingmaterialien in Europa und den USA. Hohe Frachtraten und ein verengtes Angebot von Containern sorgten zudem für reduzierte Exporte von Europa nach Asien. Das somit hohe Angebot an Altkupfer und sonstigen Recyclingmaterialien in den Aurubis-Kernmärkten Europa und den USA ließ die Raffinierlöhne weiter steigen. Der Konzern nutzte diese gute Marktlage und konnte seine Produktionsanlagen im abgelaufenen Quartal voll mit Einsatzmaterialien zu sehr guten Schmelzlöhnen versorgen.

Durchsatz an Altkupfer und sonstigen Recyclingmaterialien auf Rekordstand

Der Durchsatz an Alt-/Blisterkupfer sowie sonstigen Recyclingmaterialien summierte sich nach neun Geschäftsmonaten auf 756.000 Tonnen und erreichte damit einen Rekordstand. Maßgeblich hierfür war die Berücksichtigung der Einsatzmaterialien der übernommenen Metallo-Standorte im belgischen Beerse und spanischen Berango. Dies führte auch zu höheren Schmelzlohneinnahmen und Metall-Verkaufsmengen insbesondere an Zinn, Zink, Nickel und Blei.

Den Standort Beerse will Aurubis zudem weiter ausbauen. Wie der Hamburger Konzern kürzlich bekannt gab, soll in Beerse für 27 Mio € eine neue Recyclinganlage zur Aufbereitung von Anodenschlämmen gebaut werden. Mit dem eigens entwickelten Verfahren ASPA („Advanced Sludge Processing by Aurubis“) sollen Gold, Silber und Zinn noch effizienter ausgebracht aus dem Schlamm ausgebracht werden.

Den kompletten Bericht lesen Sie in EUWID Recycling und Entsorgung 32/2021. Für Kunden unseres Premium-Angebots steht die Ausgabe bereits als E-Paper zur Verfügung:

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