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Enercity will Klärschlamm-Monoverbrennung in Hannover 2022 in Betrieb nehmen

Klärschlamm
Klärschlamm (Symbolbild)
15.07.2019 − 

Der Energieversorger Enercity will im Jahr 2022 die Klärschlamm-Monoverbrennungsanlage in Hannover in Betrieb nehmen. Das teilte der mehrheitlich kommunale Energieversorger gegenüber EUWID mit. Bauherrin der Anlage mit einer Kapazität von 30.000 Tonnen Klärschlamm-Trockenmasse (TM) ist die Enercity-Tochter Enercity Contracting. Derzeit laufe das Genehmigungsverfahren. Der Energieversorger rechnet damit, im kommenden Jahr mit dem Bau der Anlage beginnen zu können.

Der Klärschlamm soll unter anderem als Brennstoff dazu beitragen, dass die Fernwärmeversorgung in der niedersächsischen Landeshauptstadt grüner wird. Derzeit erzeugt Enercity nach eigenen Angaben Fernwärme in Hannover ausschließlich mit fossilen Energieträgern. Das soll sich ändern. Der mehrheitlich kommunale Energieversorger will bis 2050 die Hälfte seiner Fernwärme aus erneuerbaren Energien produzieren.

Bereits ab Oktober dieses Jahres soll der Anteil erneuerbarer Energien am Energieträgermix in der Fernwärme steigen. Dann wird die MVA Hannover an das Fernwärmenetz angeschlossen sein, die bis zu 25 Prozent des rund 1.200 GWh umfassenden jährlichen Wärmebedarfs decken soll, so Enercity. Mit der Klärschlamm-Monoverbrennungsanlage seien weitere fünf Prozent möglich. Der Energieversorger will die Klärschlamm-Monoverbrennungsanlage in direkter Nachbarschaft zur Deponie des Abfallzweckverbandes der Region Hannover (aha) in Hannover-Lahe errichten. Dort befindet sich auch die MVA von EEW, so dass beide Anlagen weitestgehend dieselben Fernwärme-Leitungen verwenden können.

Einen ausführlichen Artikel lesen Sie in Ausgabe 29/2019 von EUWID Recycling und Entsorgung.

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