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EEW will in Heringen mehr Abfall verbrennen

Schornstein
EEW will die Anlage in Heringen auch mal ein Jahr
ohne Revision durchlaufen lassen (Symbolbild).
25.11.2020 − 

Der Anlagenbetreiber EEW will an seinem hessischen Standort in Heringen mehr Abfall verbrennen. Wie das Unternehmen in der vergangenen Woche mitteilte, will EEW künftig bis zu 345.000 Tonnen Abfall in der Heringer Anlage energetisch verwerten. Bislang dürfen die Helmstedter bis zu 297.600 Tonnen Haus- und Gewerbeabfall in der im Jahr 2009 in Betrieb gegangenen Anlage in Heringen verbrennen. Bauliche Maßnahmen an der Anlage seien nicht notwendig, so EEW.

Die Durchsatzsteigerung soll im Wesentlichen über eine Erhöhung der genehmigten Jahresbetriebszeit erfolgen. Bislang darf EEW die Anlage in Heringen exakt 8.200 Stunden fahren. Danach ist Schluss. Das führt bislang dazu, dass die Anlage regelmäßig hoch und wieder heruntergefahren werden musste. Künftig will EEW die Anlage bei Bedarf durchfahren können. Die genehmigte Jahresbetriebszeit soll also um sieben Prozent steigen.

Mit einer geplanten Senkung des Heizwertes um einige Zehntel Megajoule will der Anlagenbetreiber den Durchsatz der Anlage um bis zu 16 Prozent auf die geplanten 345.000 Tonnen steigern. Den Heizwert will EEW über einen höheren Anteil kommunaler Abfälle senken. Dafür will sich der Anlagenbetreiber nach eigenen Angaben an kommunalen Ausschreibungen beteiligen.

Anlage soll auch mal ein Jahr ohne Revision durchlaufen können

EEW versorgt am Standort den Düngemittelhersteller K+S mit Prozessdampf. Da K+S regelmäßig im Sommer für drei bis vier Wochen in die Revision geht und EEW damit der Energieabnehmer fehlt, gehen die Helmstedter in dieser Zeit notgedrungen mit in die Revision. "Notwendig ist das aber nicht", sagte der kaufmännische Geschäftsführer von EEW in Heringen, Christian Funk, im Gespräch mit EUWID. "Die Anlage kann auch ein Jahr am Stück ohne Probleme durchfahren."

Durch den konstanteren Betrieb des Kraftwerks seien weniger Außer- und Inbetriebnahmevorgänge notwendig sein, was zu einer geringeren Materialbeanspruchung und einem insgesamt materialschonenderen Betrieb der Anlage führe, heißt es in der Pressemitteilung von EEW.

Daher will EEW nun beantragen, die Betriebsstundenzeit der Anlage auf 8.760 Stunden pro Jahr erhöhen zu dürfen. 

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