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EEW steigert im ersten Halbjahr Durchsatz und Umsatz


EEW-Abfallverbrennungsanlage in Helmstedt.
11.09.2020 − 

Deutschlands größter Betreiber von Abfallverbrennungsanlagen, EEW Energy from Waste, hat im ersten Halbjahr mehr Abfall verbrannt und mehr umgesetzt. Wie dem aktuell veröffentlichten Halbjahresfinanzbericht des Mutterkonzerns Beijing Enterprises Holdings Limited (BEHL) zu entnehmen ist, stieg der Durchsatz um drei Prozent auf 2,364 Mio Tonnen. Die Umsatzerlöse verbesserten sich um ein Prozent auf 2,64 Mrd Hongkong-Dollar (HKD).

Umsatzzahlen in Euro wurden von BEHL wie üblich nicht veröffentlicht. Auch ein Wechselkurs wird nicht genannt, so dass eine genaue Umrechnung der von EEW in Euro erwirtschafteten Erlöse nicht möglich ist. Würde man den Wechselkurs vom 30. Juni zu Grunde legen, ergäbe sich ein Umsatz von rund 303 Mio €. Ausgehend von der Erfahrung der Vorjahre dürfte der tatsächliche EEW-Umsatz in Euro von dieser Zahl aber abweichen.

Höherer Durchsatz von Gewerbeabfällen kompensiert Rückgang der Importabfälle

Wie es heißt, sind infolge der Corona-Pandemie die Anlieferungen von Importabfällen an die EEW-Anlagen gesunken. Dieses Minus konnte das Unternehmen aber durch einen erhöhten Durchsatz von heimischen Gewerbeabfällen kompensieren. Ferner sei es trotz der Volatilität der europäischen Energiepreise in der Hochphase der Epidemie gelungen, diese Widrigkeiten zu überwinden und den Stromverkauf sowie die Preisgestaltung bei insgesamt stabilem Anlagenbetrieb konstant zu halten.

Laut Bericht erzeugte EEW zwischen Januar und Juni insgesamt rund 901 Mio kWh Strom aus der thermischen Abfallbehandlung. Im Vorjahresvergleich entspricht dies einem deutlichen Zuwachs von fast sieben Prozent.

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