|  
Wirtschaft» weitere Meldungen

EEW legt Grundstein für Klärschlammverbrennungsanlage in Helmstedt


Die Monoverbrennungsanlage am EEW-Standort
Buschhaus soll 2021 in Betrieb gehen.
23.01.2020 − 

EEW hat heute am Stammsitz in Helmstedt im Beisein von Landesumweltminister Olaf Lies (SPD) den Grundstein für Niedersachsens erste Klärschlammverbrennungsanlage gelegt. Nach Inbetriebnahme im Jahr 2021 kann die Anlage 20 Prozent des niedersächsischen Klärschlamms verbrennen. Neben der Monoverbrennungsanlage in Buschhaus plant das Unternehmen vergleichbare Projekte in Stapelfeld bei Hamburg, Stavenhagen in Mecklenburg und im niederländischen Delfzijl.

„Die Klärschlamm-Monoverbrennungsanlage Buschhaus ist erster sichtbarer Ausdruck unseres noch jungen Geschäftsfeldes Klärschlammverwertung, trägt dem Willen des Gesetzgebers Rechnung, künftig keine belasteten Klärschlämme mehr in der Landwirtschaft einzusetzen, und schafft die Voraussetzungen für das Recycling des begrenzten und lebenswichtigen Rohstoffs Phosphor“, erklärte EEW-Chef Bernard Kemper.

Bei der Verbrennung des Klärschlamms sollen in der neuen Anlage jährlich etwa 15.000 Tonnen Asche entstehen. „Eines unserer Ziele ist es, eine Asche bereitzustellen, aus der mehr als 90 Prozent Phosphat zurückgewonnen werden können“, so Kemper. EEW sehe sich in der Pflicht, aus den in Klärschlamm-Monoverbrennungsanlagen anfallenden Aschen Phosphor als pflanzenverfügbaren Dünger zu gewinnen und in den Kreislauf zurückzugeben. Das Unternehmen beteilige sich daher an der Entwicklung geeigneter Verfahren.

EEW braucht Flächen für weitere Investitionen

Vor diesem Hintergrund könnten der Erweiterung des Standortes Buschhaus um eine Monoverbrennungsanlage weitere Ansiedlungen folgen. Für derartige Investitionen benötige EEW jedoch geeignete Flächen, betonte Unternehmenschef Kemper.

Lies sieht durch die vom Bund zur Verfügung gestellten Mittel zur Weiterentwicklung des Standorts ebenfalls Chancen für weitere Projekte in Buschhaus. „Für mich ist der Standort aufgrund seiner sehr guten Infrastrukturanbindung sowie dem leistungsfähigen Netzanschluss für Strom und Gas prädestiniert für Zukunftspläne – um mit „Power to Gas“ nur ein Beispiel zu nennen“, erklärte der Landesumweltminister.

Diesem Artikel zugeordnete Schlagworte:

zurück − Belegschaft der kommunalen Entsorger durchschnittlich immer älter

Sulo übernimmt schwedische San-Sac-Gruppe  − vor