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EEW erhält Genehmigung für Monoverbrennungsanlage in Helmstedt

KVA Helmstedt Baufeld
EEW darf die geplante Monoverbrennungsanlage
für Klärschlamm in Helmstedt bauen und betreiben.
11.12.2019 − 

Der Anlagenbetreiber EEW hat gestern die immissionsschutzrechtliche Genehmigung für die geplante Klärschlamm-Monoverbrennungsanlage in Helmstedt erhalten. Das hat der Anlagenbetreiber mitgeteilt.

Bereits im Oktober hatte EEW mit ersten bauvorbereitenden Maßnahmen begonnen. Eine entsprechende Genehmigung dafür hatte das zuständige Gewerbeaufsichtsamt erteilt. Die offizielle Grundsteinlegung ist für den Januar kommenden Jahres geplant. Neben Helmstedt plant EEW Klärschlamm-Monoverbrennungsanlagen in Stapelfeld und im mecklenburgischen Stavenhagen.

 „Ich freue mich außerordentlich, dass wir an unserem Stammsitz in Helmstedt die erste Genehmigung für den Bau und Betrieb einer Klärschlamm-Monoverbrennungsanlage in den Händen halten“, sagte EEW-Chef Bernard Kemper. Damit werde das Geschäftsfeld thermische Klärschlammbehandlung in Monoverbrennungsanlagen vom niedersächsischen Helmstedt aus mit Leben erfüllt und 2021 die erste KVA der EEW-Gruppe in Betrieb gehen.

"Einen optimalen Projektverlauf vorausgesetzt, werden wir am Standort Buschhaus erstmals im vierten Quartal 2021 Klärschlamm behandeln", sagte Guido Lücker, Technischer Geschäftsführer von EEW Helmstedt. Bereits Anfang Januar sollen die Bauarbeiten beginnen.

P-Recycling in Helmstedt?

Nicht nur die thermische Behandlung des Klärschlamms ist nach Angaben von EEW in Helmstedt möglich. Auch eine Anlage zum Recycling von Phosphor aus den Monoaschen der Klärschlammverbrennung könnte am Standort realisiert werden, heißt es in der Mitteilung von EEW.

"Geeignete Flächen am Standort und mögliche Strukturfördermittel der Kohlekommission angenommen, wäre eine solche Anlage in Buschhaus denkbar", sagte der kaufmännische Geschäftsführer von EEW Helmstedt, Rüdiger Bösing. Mehr als 80 Prozent des in den Aschen enthaltenen Phosphors könne dann deutlich vor der gesetzlichen Pflicht 2029 zurückgewonnen werden.

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