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EEW: Vier Prozent Umsatzplus bei konstantem Durchsatz


Durchsatz in den EEW-Anlagen 2019 auf
rund 4,72 Mio Tonnen Abfall gestiegen.
01.04.2020 − 

Deutschlands größter Abfallverbrenner EEW hat im Geschäftsjahr 2019 erneut mehr Umsatz erzielt. Wie der chinesische Mutterkonzern Beijing Enterprises Holdings Limited (BEHL) gestern bekannt gab, stiegen die Erlöse um 3,9 Prozent auf 5,32 Mrd Hongkong-Dollar (HKD). Die Verbrennungsmenge stagnierte etwa auf Vorjahresniveau.

Umsatzzahlen in Euro enthält der Jahresfinanzbericht der BEHL wie üblich nicht. Auch ein Wechselkurs wird nicht genannt, so dass eine genaue Umrechnung der von EEW in Euro erwirtschafteten Erlöse nicht möglich ist. Würde man den Wechselkurs vom 31. Dezember 2019 zu Grunde legen (1 HKD = 0,115 €), ergäbe sich ein Umsatz von rund 610 Mio €. Ausgehend von der Erfahrung der Vorjahre dürfte der tatsächliche EEW-Umsatz in Euro von dieser Zahl aber abweichen.

Laut BEHL hat EEW 2019 insgesamt 4,72 Mio Tonnen Abfall verbrannt. Im Vorjahr waren es mit 4,71 Mio Tonnen geringfügig weniger. Der Stromabsatz lag ebenfalls nahezu konstant bei 1,77 Mrd kWh. Darüber hinaus koppelte EEW den Angaben zufolge rund 0,79 TWh Wärme und 2,18 TWh Dampf aus. Während der Wärmeabsatz sich ebenfalls nahe dem Vorjahresniveau bewegte, ist bei der Auskopplung von Prozessdampf an Industriekunden ein starker Anstieg um 16 Prozent feststellbar.

Insgesamt hat BEHL im vergangenen Jahr mit der Abfallentsorgung rund 8,44 Mrd HKD umgesetzt. Abzüglich des EEW-Umsatzes liegt der auf dem chinesischen Abfallmarkt erzielte Umsatz damit bei ca. 3,12 Mrd HKD, was im Vergleich zu 2018 einen deutlichen Zuwachs um über 90 Prozent. Die auf dem Heimatmarkt behandelte Abfallmenge belief sich auf 4,26 Mio Tonnen nach 4,19 Mio Tonnen im Vorjahr.

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