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Easymining: "P-Rückgewinnung auf der Kläranlage nicht sinnvoll"

Die P-Rückgewinnung an der Kläranlage ist nicht sinnvoll, sagt Christian Kabbe von Easymining.
Die P-Rückgewinnung an der Kläranlage ist nicht
sinnvoll, sagt Christian Kabbe von Easymining.
25.09.2019 − 

Die Rückgewinnung von Phosphor auf der Kläranlage ist nicht sinnvoll. Diese Ansicht vertrat Christian Kabbe von Easymining Germany in seinem Vortrag bei der VDI-Konferenz zur Klärschlammentsorgung in der vergangenen Woche in Mainz. Die bei der kläranlagenseitigen P-Rückgewinnung zu erzielende Menge an Recyclingphosphor sei viel zu gering, um sie beispielsweise an Düngemittelhersteller vermarkten zu können.

In der Monoverbrennung und der anschließenden P-Rückgewinnung aus der Asche sieht Kabbe das einzige vernünftige Verfahren, um einerseits die im Klärschlamm enthaltenen Schadstoffe sicher zu zerstören und andererseits marktfähige Phosphorrezyklate zu gewinnen.

Easymining ist eine Tochter des schwedischen Entsorgers Ragn Sells, das mit Ash2Phos ein Verfahren zur Rückgewinnung von Phosphor aus Aschen entwickelt hat. Generell sieht sich Easymining als Partner für die Betreiber von Mono-Klärschlammverbrennungsanlagen im Bereich des P-Recyclings. Eine erste Kooperation hatte Easymining mit dem Wasser- und Abwasserunternehmen Gelsenwasser geschlossen. Beide Unternehmen wollen zusammen im Chemiepark Bitterfeld-Wolfen eine Pilotanlage errichten, um dort Phosphor aus der Asche von Monoverbrennungsanlagen zurückzugewinnen 

Chemieparks sind aus Sicht Kabbes ideale Standorte für eine substanzielle P-Rückgewinnung. In Bitterfeld-Wolfen will Easymining den Angaben zufolge 50.000 bis 60.000 Tonnen Asche behandeln. An anderen Standorten sei auch mehr möglich. Kabbe sagte, Easymining sei bereits mit anderen Chemieparkbetreibern im Gespräch.

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