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Deutschlandweiter Trend: Corona-Pandemie lässt Haus- und Sperrmüllmenge stark steigen


Pandemiebedingt verlagert sich das Leben verstärkt ins
häusliche Umfeld und lässt hier die Abfallmenge steigen.
09.08.2021 − 

Letzte Woche hat Baden-Württemberg als erstes Bundesland seine Abfallbilanz 2020 vorgelegt. Diese zeigt, dass in den baden-württembergischen Haushalten im letzten Jahr deutlich mehr Restabfälle angefallen sind. Die Haus- und Sperrmüllmengen stiegen landesweit um insgesamt sechs Kilogramm je Einwohner, wofür Landesumweltministerin Thekla Walker (Grüne) den Ausbruch der Corona-Pandemie verantwortlich macht.

Dass sich diese Entwicklung nicht auf Baden-Württemberg beschränkte, sondern es sich um einen deutschlandweiten Trend handelte, zeigt eine von EUWID vorgenommene Analyse einer Vielzahl von Abfallstatistiken von Städten und Landkreisen aus allen Teilen der Republik. Nahezu überall sind die Haus- und Sperrmüllmengen stark gestiegen, da sich die Bürger aufgrund der Pandemie mehr zuhause aufgehalten und die Zeit für Entrümpelungen genutzt haben.

In allen der 20 größten deutschen Städte fiel 2020 in Summe mehr Haus- und Sperrmüll an

EUWID hat unter anderem die Abfallstatistiken der 20 einwohnerreichsten deutschen Städte ausgewertet. Das in Baden-Württemberg zu beobachtende Muster hat sich dabei bestätigt: In allen der 20 untersuchten Großstädte von Berlin bis Münster ist im letzten Jahr das addierte Pro-Kopf-Aufkommen an Haus- und Sperrmüll gestiegen. Die stärksten Zuwächse um 14 bzw. 15 Kilogramm je Einwohner verzeichneten Duisburg und Hannover.

Durch die Pandemie habe sich das Leben zwangläufig in private Räume verlagert. Arbeiten, Schule, Studium, Kinderbetreuung, Bildung, Freizeitaktivitäten und vieles mehr erfolgte verstärkt im häuslichen Umfeld und sorgte so für ein vermehrtes Hausmüllaufkommen, erläutert eine der Großstädte die vielerorts zu beobachtende Entwicklung. Hinzu kam ein erhöhter Anfall an Hygieneabfällen.

Den kompletten Bericht inklusive einer Übersichtstabelle für die 20 größten deutschen Städte lesen Sie diese Woche in EUWID Recycling und Entsorgung 32/2021. Für Kunden unseres Premium-Angebots steht die Ausgabe bereits als E-Paper zur Verfügung:

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