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Deutschlandweit gibt es weiterhin zumindest regionalen Deponiebedarf


Bundesländer-Vergleich zeigt latenten
bis konkreten Deponiebedarf.
02.06.2020 − 

Wie steht es um die Entsorgungssicherheit in den einzelnen Bundesländern? Dieser Frage geht Jahr für Jahr Hartmut Haeming, Vorstandsvorsitzender der Interessengemeinschaft Deutsche Deponiebetreiber (InwesD), nach. Auch in diesem Jahr stand auf der vom TK Verlag organisierten Web-Konferenz „Mineralische Nebenprodukte und Abfälle“ ein gemeinsamer Beitrag von InwesD und dem Beratungsunternehmen Prognos zur Marktsituation der Deponierung auf dem Programm, der von Prognos-Direktor Jochen Hoffmeister online präsentiert wurde. Das Fazit: In nahezu allen Bundesländern besteht weiterhin zumindest regionaler Deponiebedarf, der mit der Einführung der Mantelverordnung noch stark zunehmen dürfte.

Wie in den Vorjahren hat InwesD Anfang 2020 bei allen Bundesländern eine Abfrage hinsichtlich der Restkapazitäten, der Vorhaben im Genehmigungsverfahren, der Planungen und der jährlichen Szenarien zur Verfüllung vorgenommen.

Als Ergebnis der Erhebung und nachfolgender Analysen stellen Haeming und Hoffmeister fest, dass in den verschiedenen Bundesländern entweder ein konkreter, ein latenter oder ein verdeckter Deponiebedarf besteht. „Konkret“ bedeutet dabei, dass die formal geforderte zehnjährige Entsorgungssicherheit nicht mehr gegeben ist. „Latenten“ Deponiebedarf konstatieren die Autoren dort, wo die Deponiekapazitäten schrumpfen und/oder wachsende Transportentfernungen erforderlich sind. „Verdeckter“ Deponiebedarf bedeute, dass Materialien zurzeit noch auf anderen Wegen, z.B. als Verfüllungen, entsorgt werden können und daher keine Deponiekapazitäten beanspruchen.

Vergleichsweise am besten mit Deponienkapazitäten versorgt sehen InwesD und Prognos derzeit die Länder Mecklenburg-Vorpommern und Baden-Württemberg. Deutlich kritischer sei die Lage in Berlin und Brandenburg. Aktuell sei hier keine Entsorgungssicherheit gegeben.

Den kompletten Artikel mit einer großen Übersicht zur Deponiesituation in den einzelnen Bundesländern lesen Sie in EUWID Recycling und Entsorgung 23/2020. Für Kunden unseres Premium-Angebots steht die Ausgabe ab Mittwoch, 14 Uhr als E-Paper zur Verfügung:

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