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Deutsches Abfallaufkommen steigt weiter an

11.07.2019 − 

Deutschland produziert immer mehr Müll. Im Jahr 2017 erreichte das Abfallaufkommen mit 412,2 Mio Tonnen das fünfte Jahr nacheinander ein neues Rekordniveau. Der Zuwachs im Vorjahresvergleich war mit 0,2 Prozent allerdings nur minimal und resultierte vor allem aus einer Mehrmenge an Bergbauabfällen und Sekundärabfällen. Das Siedlungsabfallaufkommen ist erstmals seit 2013 wieder gesunken – trotz einer wachsenden Bevölkerungsanzahl. Auch ist die deutsche Abfallwirtschaft zuletzt nachhaltiger geworden: Die Abfallintensität als Verhältnis des Abfallaufkommens zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) hat im Berichtsjahr abgenommen.

Mit Abstand aufkommensstärkste Abfallart bleiben die Bau- und Abbruchabfälle. Trotz des Baubooms weist das Statistische Bundesamt in seiner aktuellen Abfallbilanz für 2017 hier aber einen leichten Mengenrückgang von 223 auf 220 Mio Tonnen aus. Sowohl bei der Fraktion „Boden, Steine und Baggergut“ als auch bei „Beton, Ziegel, Fliesen, Keramik“ sind die Abfallmengen gesunken. Dagegen erreichte das Aufkommen an Bitumengemischen und kohlenteerhaltigen Abfällen mit 20,1 Mio Tonnen einen neuen Höchststand.

Ebenfalls auf einem historischen Hoch bewegt sich das Sekundärabfallaufkommen. Im Jahr 2017 fielen in Abfallentsorgungsanlagen laut Bilanz insgesamt 53,4 Mio Tonnen Abfälle an. Im Vorjahr waren es 52,6 Mio Tonnen, zehn Jahre zuvor noch lediglich 35,8 Mio Tonnen. Diese Entwicklung korrespondiert mit der stetig steigenden Inputmenge in deutschen Abfallentsorgungsanlagen.

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