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Details zum neuen EBS-Kraftwerk von B+T im Oberelsass bekannt

B+T plant im Elsass ein neues EBS-Kraftwerk
B+T plant im Elsass ein neues EBS-Kraftwerk.
11.11.2019 − 

Im Genehmigungsverfahren für das geplante EBS-Kraftwerk von B+T Energie France in der Nähe von Mulhouse ist der Abschnitt mit Öffentlichkeitsbeteiligung eröffnet worden. Den Dokumenten sind zahlreiche Details zu dem Projekt zu entnehmen.

Die Unterlagen für das Projekt können bis zum 12. Dezember unter anderem auf den Internetseiten der Präfektur für das Département Haut-Rhin und des Regierungspräsidiums Freiburg eingesehen werden. Die Entscheidung über das Projekt liegt beim Präfekten und wird aktuell für die erste Jahreshälfte 2020 erwartet.

Bauzeit rund zweieinhalb Jahre

Der Bau der Anlage mit Rostfeuerung wird nach Auskunft eines Unternehmenssprechers rund zweieinhalb Jahre in Anspruch nehmen. Über das Investitionsvolumen für das Projekt wollte B+T keine Angaben machen.

B+T Umwelt, die Muttergesellschaft des französischen Unternehmens, hatte die Pläne im Frühjahr gegenüber EUWID bestätigt und die geplante Behandlungskapazität der Anlage auf rund 200.000 Tonnen pro Jahr beziffert, von denen in der Praxis rund 180.000 Tonnen ausgeschöpft würden.

Anlage soll Abfälle verbrennen, die derzeit noch deponiert werden

Laut dem Gutachten des regionalen Umweltgremiums MRAe soll sich der Input aus jährlich rund 128.000 Tonnen Ersatzbrennstoffen (EBS) sowie Gewerbe- und Industrieabfällen zusammensetzen. Dabei wird es sich nach Angaben eines Unternehmenssprechers um Abfälle handeln, die derzeit noch deponiert werden.

Sollte die Müllverbrennungsanlage des Abfallzweckverbands (Sivom) der Region Mulhouse ausfallen, soll das Kraftwerk laut dem MRAe jährlich bis zu 60.000 Tonnen Hausmüll behandeln dürfen. Als Einzugsbereich der Anlage sind vorrangig die ostfranzösischen Départements Haut-Rhin, Bas-Rhin und Moselle mit einem Anteil von mehr als 74 Prozent an der eingesetzten Gesamtmenge an Abfällen vorgesehen.

Auch Abfälle aus Deutschland und der Schweiz

Aus Deutschland und der Schweiz soll anfangs ein Anteil von bis zu 20 Prozent bezogen werden können, der später auf zwölf Prozent reduziert werden soll. Mit der Option auf Importe will B+T nach Auskunft eines Sprechers die Versorgung der Anlage sicherstellen.

Einen ausführlichen Artikel zum neuen EBS-Kraftwerk von B+T im Elsass lesen Sie in EUWID Recycling und Entsorgung 46/2019. Für Kunden unserer Premium-Angebote steht der Text ab Dienstag, 14.00 Uhr in unserem E-Paper zur Verfügung.

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