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Destatis: Altpapierpreise von Krisenniveau mehr als erholt


Je nach Sorte ist der Preis für Altpapier seit dem Tief
im März 2020 um bis zum 16-fachen gestiegen.
12.01.2022 − 

Die Großhandelsverkaufspreise für Altpapier und Altmetalle haben sich im vergangenen Jahr von dem drastischen Einbruch zu Beginn der Coronapandemie mehr als erholt. Zwar gaben die Preise etwa bei Altpapier gegenüber ihren Höchstständen im September und Oktober 2021 gegen Jahresende etwas nach. Im Durchschnitt, so die Zahlen des Statistischen Bundesamts (Destatis), kletterten die Preise gegenüber 2020 aber auf das Doppelte bis Dreifache.

Wie volatil die Pandemie sich in den Preisen niedergeschlagen hat, zeigen vor allem die Werte für gemischtes Altpapier: Gegenüber dem Allzeittief von März 2020 erhöhten sich die Großhandelspreise bis September 2021 auf das 16-Fache. Der Vergleich der Durchschnittswerte bei gemischtem Altpapier von 2020 zu 2021 zeigt immer noch eine Zunahme um über 250 Prozent.

Für gebrauchte Kraftwellpappe wurde im September 2021 sieben Mal mehr bezahlt als im März 2020. Im Jahresvergleich ermittelte Destatis für die vormals als gebrauchte Wellpappe bezeichnete Qualität einen Anstieg um gut 270 Prozent. Bei Deinking zeigt sich im Vergleich von März 2020 zu Ende 2021 eine Zunahme um den Faktor drei und eine Verdoppelung der Durchschnittspreise von 2020 zu 2021. Für sortiertes Büropapier weisen die Destatis-Zahlen eine Zunahme im Jahresdurchschnitt von einem Drittel aus.

Entwicklung bei Altmetallen deutlich moderater

Bei den von Destatis erhobenen Preisen der Altmetalle sind die Zunahmen vergleichsweise moderater, aber immer noch erheblich: So stiegen die Großhandelsverkaufspreise für Abfälle und Schrott aus Eisen und Stahl gegenüber 2020 im Durchschnitt um rund 70 Prozent, bei Aluminiumabfällen und Schrott kletterten die Preise um etwa 50 Prozent und bei Kupfer und Kupferlegierungen um knapp 40 Prozent.

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