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bvse-Umfrage sorgt für Ernüchterung: Sekundärrohstoffmärkte werden zunehmend rauer


bvse-Hauptgeschäftsführer Eric Rehbock:
„Wir rechnen eher mit zunehmender Bewölkung."
06.11.2019 − 

„Die Sekundärrohstoffmärkte werden spürbar rauer. Sinkende Nachfrage, Preisnachlässe einerseits, steigende Entsorgungskosten und ernsthafte Kapazitätsengpässe bei den Müllverbrennungsanlagen andererseits", fasst bvse-Hauptgeschäftsführer Eric Rehbock die Ergebnisse der diesjährigen Umfrage unter den rund 950 bvse-Mitgliedsunternehmen zusammen. Die Sekundärrohstoffmärkte präsentierten sich inzwischen fast unisono in schwieriger Verfassung. Und auch die Prognose sei ernüchternd. „Wir rechnen eher mit zunehmender Bewölkung als mit freundlichen Aussichten“, so Rehbock.

Zwar sei die aktuelle wirtschaftliche Lage der Recycling- und Entsorgungsunternehmen insgesamt „noch sehr ordentlich“. So konnten die bvse-Unternehmen 2018 den Angaben zufolge nochmals ein Umsatzwachstum von sechs Prozent erzielen. Die Investitionsquote verbesserte sich von 8,5 auf 9,5 Prozent ebenso wie die Eigenkapitalausstattung und die Beschäftigtenentwicklung, die jeweils um zwei Prozent zulegten. Die nach wie vor gut laufende Baukonjunktur setze hier noch positive Impulse, erläuterte der bvse.

Allerdings weiche der bis vor kurzem vorherrschende Optimismus immer mehr einer skeptischen Einschätzung über den Verlauf der nächsten Zeit. Die Stimmung sei angespannt und von Unsicherheit geprägt, fasst der bvse die Umfrage-Ergebnisse zusammen.

Als Gründe für die wachsende Skepsis verweist der Verband auf die seit einigen Monaten sinkende Industrieproduktion und die geringere Dynamik der internationalen Konjunktur. Gleichzeitig seien die konjunkturellen Risiken unvermindert hoch: Handelskriege, Brexit und die torkelnde Autoindustrie hätten das laufende Jahr seit dem Frühjahr zunehmend negativ beeinflusst.

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