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bvse spricht sich für polymerspezifische Rezyklateinsatzquoten aus

buntes Kunststoffgranulat mit Recyclingzeichen
Der bvse spricht sich für polymerbasierte
Einsatzquoten aus.
07.12.2021 − 

Der Bundesverbandes Sekundärrohstoffe und Entsorgung (bvse) spricht sich für polymerspezifische Rezyklatquoten aus. Aus Sicht des Verbandes hätten solche Quoten für Kunststoffarten Vorteile gegenüber produktbezogenen Quoten.

Unter anderen geht der Verband davon aus, dass es im Bereich Kunststoffverpackungen noch für längere Zeit keine Regelungen für den Einsatz von Rezyklaten im direkten Lebensmittelkontakt geben wird. Die seit 2008 auf europäischer Ebene verabschiedete Richtlinie sei seitens der EU-Kommission nie richtig umgesetzt worden, erklärte bvse-Vizepräsident Herbert Snell letzte Woche beim Altkunststofftag des Verbandes in Köln.

Verschiebung bei Verpackungskunststoffen von Polyolefinen zu PET erwartet

An der notwendigen Überarbeitung werde seit einem Jahr gearbeitet. Fristen, die sich die Kommission selbst setze, würden aber regelmäßig verfehlt. Bei der jetzigen Geschwindigkeit sei nicht zu erwarten, dass es rechtzeitig rechtliche Rahmenbedingungen für Polyolefine geben werde, meinte Snell. Dabei liege der Fokus auf PET. Unklar sei, wie Polyolefine, also PE und PP, wieder im direkten Lebensmittelkontakt eingesetzt werden können. Dies werde dazu führen, dass bei den Verpackungskunststoffen weiter eine Verschiebung weg von den Polyolefinen hin zu PET erfolge.

Dieser Trend würde durch eine produktbezogene Quote deutlich verstärkt werden, so Snell weiter. Er nannte als Beispiel die EU-Vorgabe für den Einsatz von Rezyklaten in Getränkeflaschen, die sich zunächst auf PET und ab 2030 auf alle Kunststoffe bezieht. Die Quoten hätten sich nur auf PET beziehen sollen und nicht auf alle Getränkeflaschen, meinte Snell. Daher befürworte man beim bvse mit polymerspezifischen Rezyklateinsatzquoten einen anderen Vorschlag.

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