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Buhck und Otto Dörner investieren ins Gipsrecycling


Gipskartonplatten, die bisher überwiegend deponiert
wurden, sollen künftig in Holthusen recycelt werden.
14.10.2021 − 

Mit dem perspektivischen Wegfall von REA-Gips im Zuge des Ausstiegs aus der Kohleverstromung wird das Gipsrecycling in den kommenden Jahren als Rohstoffquelle an Bedeutung gewinnen. Die beiden norddeutschen Entsorger Buhck und Otto Dörner wollen jetzt gemeinsam in Anlagenkapazitäten investieren und haben hierzu das Joint Venture GRN gegründet.

GRN steht für Gips Recycling Nord GmbH & Co. KG. Laut Mitteilung von Buhck und Otto Dörner soll die Tochterfirma eine neue Gipskarton-Recyclinganlage in Holthusen bei Schwerin betreiben. Durch ein neues Verfahren und die Investition von drei Mio € werde es hier künftig möglich sein, die Bestandteile Gips und Papier sauber voneinander zu trennen. Ein langjähriger Liefervertrag für Gipspulver mit der Düsseldorfer Firma Saint-Gobain Rigips, einem Anbieter für Trockenbausysteme, sei bereits geschlossen. GRN werde die beim Rückbau von Gebäuden anfallenden Wertstoffe gemäß den Anforderungen von Saint-Gobain Rigips aufbereiten und als Rohstoffe für neue Gipskartonplatten wiederverwenden.

Anfängliche Anlagenkapazität von 25.000 Tonnen soll künftig auf 50.000 Tonnen verdoppelt werden

Die Anlagenkapazität der GRN-Gipsrecyclinganlage werde zunächst rund 25.000 Tonnen pro Jahr betragen. Zukünftig soll die Gesamtkapazität aber schrittweise im Zweischichtbetrieb auf 50.000 Jahrestonnen hochgefahren werden. Der Genehmigungsantrag für die Anlage sei bei der Behörde bereits eingereicht. Der Aufbau sei noch im Frühjahr 2022 geplant und die Inbetriebnahme für Mitte 2022 angepeilt.

„Wir freuen uns über die Gründung des neuen Unternehmens und auf die Inbetriebnahme der neuen Anlage“, erläutert der von der Buhck Gruppe kommende GRN-Geschäftsführer Jens Göhner, „denn die Umwelt wird nachhaltig geschont, weil statt natürlicher Gipsressourcen wiederverwertete Materialien genutzt und als neue Rohstoffe eingesetzt werden.“ Auch Enno Simonis, der für Otto Dörner die Geschäfte der GRN führen wird, hob den gemeinsamen Beitrag zum nachhaltigen Umwelt- und Klimaschutz hervor. „Gips kann nahezu unbegrenzt recycelt werden. Aufgrund eines hohen Qualitätsmanagements können wir einen Wertstoff nutzen, der ansonsten auf Deponien entsorgt werden müsste. Gleichzeitig führen wir die Bestandstoffe einer geschlossenen Kreislaufwirtschaft zu“, so Simonis.

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