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Brüninghoff setzt in neuem BFT-Werk auf RC-Beton


Spatenstich für das neue Betonfertigteilwerk
von Brüninghoff am Firmensitz Heiden.
16.09.2021 − 

Der Projektbau-Spezialist Brüninghoff will seine Produktion nachhaltiger ausrichten und künftig verstärkt recycelte Gesteinskörnungen einsetzen. Hierzu errichtet das Unternehmen an seinem Hauptsitz im münsterländischen Heiden bis 2023 ein neues Betonfertigteil-Werk, in dem Recyclingbeton in die Serienfertigung gebracht wird und das konsequent emissionsarm ausgerichtet ist. Die Investitionskosten belaufen sich auf rund zehn Mio €.

Laut Brüninghoff verfolgt das neue Werk ein nachhaltiges Gesamtkonzept: So soll hier künftig Beton mit einem RC-Anteil von bis zu 45 Prozent verarbeitet werden – in der seriellen Vorfertigung sei dies bisher deutschlandweit sehr selten. In Heiden werden dann unter anderem Holz-Beton-Verbunddecken inklusive der Vorrüstung von Heiz- und Kühlsegmenten in großer Serie mit rezykliertem Beton produziert.

Für alle weiteren Applikationen, bei denen es die Normung zulässt, soll ebenfalls auf RC-Gesteinskörnung gesetzt werden. „In der Zukunft ist zudem denkbar, dass insbesondere für statisch nicht hochbeanspruchte Bauteile sogar höhere RC-Anteile möglich sind – oder Stützen größer dimensioniert werden, um so den höheren RC-Anteil möglich zu machen. Hier bleibt abzuwarten, welche Zulassungen erfolgen“, so Brüninghoff-Geschäftsführer Frank Steffens. Insgesamt werde sich die Verarbeitungskapazität in Heiden durch das neue Werk von bisher 6.000 bis 7.000 Kubikmeter Beton auf bis zu 25.000 Kubikmeter erhöhen.

Abbruchbranche soll Zulieferung der benötigten Gesteinskörnungen sicherstellen

Wie Brüninghoff informiert, steht das Unternehmen derzeit bereits in Kontakt mit namhaften Abbruchunternehmen, um die Zulieferung der aufbereiteten Gesteinskörnung Typ 1 sicherzustellen. Zugleich arbeite man an der genauen Betonrezeptur mit CEM II- und III-Zementen, die über einen geringen Klinkeranteil verfügen. Denn auf CEM I soll aufgrund des energieintensiven Verfahrensprozesses verzichtet werden. Auf diese Weise reduziere Brüninghoff die CO2-Emissionen in der Produktion.

Zum nachhaltigen Gesamtkonzept des neuen Betonfertigteilwerks gehören zudem E-Fahrzeuge für den Transport, Ladesäulen auf dem Betriebsgelände sowie eine Brauchwasserzisterne, die den Grundwasserverbrauch im Herstellungsprozess reduziert.

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