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Berliner Stadtreinigungsbetriebe steigern Jahresüberschuss um 50 Prozent

01.07.2019 − 

Ein von den Berliner Stadtreinigungsbetrieben (BSR) im Jahr 2010 aufgelegtes Programm zur Altersteilzeit, wird von den BSR-Mitarbeitern weniger stark genutzt als ursprünglich angenommen. In der Folge konnten die BSR im letzten Geschäftsjahr zum wiederholten Male Rückstellungen in zweistelliger Millionenhöhe auflösen und dadurch ihren Gewinn deutlich über die Prognose hinaus steigern.

Laut dem aktuell veröffentlichten Geschäftsbericht erwirtschaftete die BSR AöR im Jahr 2018 einen Jahresüberschuss von 48,6 Mio €, was einem Zuwachs gegenüber dem Vorjahr um rund 50 Prozent entspricht. Im Geschäftsbericht des Vorjahres hatte die Unternehmensführung für 2018 lediglich ein handelsrechtliches Ergebnis von 27 Mio € prognostiziert. Die positive Abweichung begründet das Unternehmen im Wesentlichen mit der Neubewertung der Rückstellungen für die betriebliche Altersteilzeit sowie mit höheren Beteiligungserträgen.

Auf Basis der bereits bestehenden Erfahrungen mit den Regelungen zur Altersteilzeit schätzt die BSR die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme durch die Mitarbeiter jetzt nur noch mit 30 Prozent statt zuvor mit 40 Prozent ein. Bei der Einführung des sogenannten Betriebssicherungsprogramms rechnete die BSR-Führung noch damit, dass 70 Prozent der über 55-jährigen Beschäftigten die Altersteilzeitregelungen in Anspruch nehmen würden.

Der Unternehmensumsatz summierte sich 2018 auf rund 563 Mio € und lag damit um rund ein Prozent höher als im Vorjahr. Vor allem die Erlöse aus dem Verkauf von Wertstoffen sind kräftig gestiegen.

Der komplette Bericht zum BSR-Geschäftsbericht und der parallel veröffentlichten Entsorgungsbilanz 2018 erscheint in EUWID Recycling und Entsorgung 27/2019. Für Kunden unseres Premium-Angebots steht das E-Paper bereits ab Dienstag 14 Uhr zur Verfügung:

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