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Befesa nach Corona-bedingtem Ergebnistief wieder auf Kurs


Befesa betreibt demnächst weltweit acht Anlagen zum
Recycling von Stahlstaub aus Elektrolichtbogenöfen.
23.02.2021 − 

Der deutsch-spanische Industrieabfallrecycler Befesa hat 2020 deutlich weniger Gewinn erwirtschaftet. Niedrigere Zinkpreise und höhere Schmelzlöhne ließen das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um 20 Prozent auf 127 Mio € sinken. Der Nettogewinn verringerte sich sogar von 83 auf 48 Mio €, gab das Unternehmen heute auf Basis vorläufiger Zahlen bekannt.

Vor allem im zweiten Quartal 2020 fiel das Ebitda mit 22 Mio € Covid-19-bedingt weit hinter den Vorjahreswert (37 Mio €) zurück. Von diesem Tiefpunkt habe sich das Unternehmen aber schnell erholt, betont Befesa-CEO Javier Molina. So erreichte das Ebitda im vierten Quartal mit 42 Mio € wieder auf das Ertragsniveau des Vorjahresquartals. „Trotz der herausfordernden Umstände haben wir unsere Widerstandsfähigkeit jedes Quartal bewiesen. Gleichzeitig haben wir weiter daran gearbeitet, die Weichen für organisches Wachstum in den kommenden Jahren zu stellen und freuen und darauf, unsere neuen Werke in China 2021 in Betrieb zu nehmen“, so Molina.

Befesa kündigt für die kommenden Monate die Inbetriebnahme zwei neuer Anlagen in China an

Wie berichtet, errichtet Befesa derzeit in China zwei neue Anlagen zum Recycling von Stahlstaub aus Elektrolichtbogenöfen (EAF). Wie es heißt, schreiten die Arbeiten planmäßig und im Rahmen des Budgets voran. Die Fertigstellung der ersten Anlage in der Provinz Jiangsu ist für Ende des ersten Quartals 2021, die der zweiten Anlage in der Provinz Henan nach diesem Sommer avisiert.

Inklusive der beiden neuen chinesischen Standorte verfügt Befesa im Geschäftsfeld Stahlstaub künftig weltweit insgesamt über acht Anlagen, davon befinden sich mit den Standorten in Duisburg und Freiberg zwei in Deutschland. Das zweite Geschäftsstandbein ist die Behandlung von Aluminium-Salzschlacke und das Recycling von Sekundäraluminium. In diesem Segment betreibt Befesa sieben Anlagen in Deutschland, Spanien und England.

Trotz Covid-19 robuste Kapazitätsauslastung in 2020

Trotz der Einschränkungen durch Covid-19 war die Kapazitätsauslastung und Volumenentwicklung Befesa zufolge über das gesamte Jahr 2020 robust. Das EAF-Stahlstaubvolumen stieg dank der Erweiterung des türkischen Werks um drei Prozent auf insgesamt 687.000 Jahrestonnen, bei einer durchschnittlichen Kapazitätsauslastung von 83 Prozent.

Demgegenüber ist das Recyclingvolumen von Salzschlacken und gebrauchten Tiegelauskleidungen (SPL) bei einer durchschnittlichen Kapazitätsauslastung von 84 Prozent um zehn Prozent auf 445.000 Tonnen pro Jahr gesunken. Das Produktionsvolumen von Sekundäraluminium lag konstant bei 174.000 Tonnen.

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