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BDE-Mitgliederumfrage zeigt Licht und Schatten


Die Branche spüre die Krise zwar, die Auswirkungen
konnten aber bisher in Grenzen gehalten werden,
so BDE-Präsident Peter Kurth.
11.01.2021 − 

Die Unternehmen der deutschen Kreislaufwirtschaft haben das vergangene Jahr trotz der Herausforderungen durch die Coronakrise insgesamt ohne größere Blessuren überstanden. Dieses Fazit zieht der Bundesverband der Deutschen Entsorgungswirtschaft aus einer aktuellen Umfrage unter den Mitgliedsunternehmen. Gleichzeitig beobachtet der BDE aber eine wachsende Zurückhaltung der Unternehmen bei Neueinstellungen und Investitionen. Der Verband fordert daher klare politische Signale für mehr Recycling.

„Die Unternehmen konnten bislang den Pandemie-Herausforderungen trotzen. Die Branche spürt die Krise, aber noch können die Auswirkungen in Grenzen gehalten werden. Stark betroffen sind einige Unternehmen, deren Kunden erneut unter dem Lockdown leiden“, erklärte BDE-Präsident Peter Kurth. Bei der Umsatzentwicklung verzeichnen 36 Prozent der befragten Unternehmen einen Zuwachs, während die Einnahmen bei 46 Prozent der Firmen unverändert blieben. Die übrigen 18 Prozent der Betriebe meldeten für 2020 rückläufige Umsätze.

Im neuen Jahr erwarten lediglich 36 Prozent der Betriebe eine Verbesserung ihrer Umsätze, während 44 Prozent mit gleichbleibenden und 20 Prozent mit sinkenden Einnahmen rechnen, so der BDE weiter. In der Vorjahresbefragung hätte noch die Hälfte der Unternehmen mit steigenden Erlösen gerechnet.

Nur ein Drittel der Entsorger plant Neueinstellungen

Auch bei der Entwicklung der Beschäftigtenzahlen zeigen sich die Unternehmen zurückhaltend. So haben 37 Prozent der befragten Unternehmen vor, lediglich in geringem Umfang Arbeitskräfte einzustellen. Mehr als die Hälfte der Befragten wollen keine Veränderungen vornehmen. Und sieben Prozent der Firmen planen sogar einen geringfügig Abbau von Arbeitsplätzen.

Dem Verband zufolge habe sich außerdem die Stimmung für Investitionen in den Unternehmen eingetrübt. Verschiedene Unternehmen würden ihre geplanten Investitionen auf einen späteren Zeitpunkt verschieben.

BDE-Präsident Kurth wertet es als gutes Zeichen, dass die Branche in Krisenzeiten nicht nur als systemrelevant gilt, sondern sich auch als robust erweist. „Dennoch sehen wir in den Umfrageergebnissen die Folgen von Corona. Sie überdecken die positiven Entwicklungen der letzten Jahre und unterbrechen die kontinuierliche Weiterentwicklung.“ Besonders aufmerksam müsse man die Lage bei der Personalentwicklung und bei den Investitionen im Auge behalten. „Hier müssen wir zügig die Zurückhaltung überwinden, damit die Unternehmen sachgerecht investieren und Personal einstellen. Es braucht klare Signale aus der Politik, damit sich die geplanten Investitionen auch richtig entfalten können“, fordert Kurth.

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