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Baumann: Neuausrichtung und Ausbau der Klärschlammentsorgung dringend notwendig


In Baden-Württemberg fallen jährlich
rund 230.000 t Klärschlamm TM an.
23.11.2021 − 

Baden-Württembergs Umweltstaatssekretär Andre Baumann (Grüne) hat auf die dringend notwendige Neuausrichtung und den Ausbau der Klärschlammentsorgung in Verbindung mit der Phosphorrückgewinnung hingewiesen. „Wir müssen die Klärschlammentsorgung in allen Regionen unseres Landes zukunftsfähig ausrichten, damit wir die Erfolge der Vergangenheit in die Zukunft bringen“, sagte Baumann letzte Woche beim digitalen 7. Phosphor-Kongress des Landes.

Der Grünen-Politiker betonte, dass Baden-Württemberg zusätzliche Monoverbrennungsanlagen für Klärschlamm brauche. „Das Mitverbrennen des Klärschlamms in Zementwerken wird auslaufen, und aus der Kohlekraftnutzung müssen wir für den Klimaschutz aussteigen“, machte er deutlich. Gleichwohl sei es ein großer Erfolg des Umweltschutzes in Baden-Württemberg, dass heute kein Klärschlamm auf Äckern ausgebracht, sondern nahezu vollständig energetisch verwertet werde. „Zurücklehnen können wir uns aber nicht.“ Die Wegstrecke, die Monoverbrennung und die Phosphorrückgewinnung stabil hinzubekommen, sei noch weit. „Wir dürfen nicht nachlassen“, warnte er.

Das jährliche Klärschlammaufkommen in Baden-Württemberg bezifferte Baumann auf 231.000 Tonnen Trockenmasse. Wichtig sei, dass diese Mengen künftig in Baden-Württemberg verwertet werden. Bisher werden rund 20 Prozent des in Baden-Württemberg anfallenden Klärschlamms im sächsischen Lippendorf im Braunkohlekraftwerk mitverbrannt – was durchschnittlich einen Transport von 500 km einfache Wegstrecke ausmacht. „Von diesem Abfalltourismus müssen wir loskommen“, unterstrich der Grünen-Politiker.

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